Kissinger Handballdamen trennen sich unentschieden von München Laim

Die Kissinger Damen haben bei München Laim einen Punkt geholt. Beim 29:29 (15:17) gaben die Handballerinnen nach einer energischen Aufholjagd ihre hart erkämpfte Führung kurz vor Schluss doch noch her.

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Foto: Richardis Schurer

München Laim hat mit der Halblinken Richardis Schurer eine der besten Angreiferinnen der gesamten Landesliga in ihren Reihen. Mit dieser Spielerin kam der KSC zunächst überhaupt nicht zurecht. Darum war die Abwehr nicht so zuverlässig wie gewohnt. Kissing kassierte in der ersten Hälfte zu viele Gegentreffer und war so fast durchgehend im Rückstand. Aber die Damen zeigten eine gute Moral und verkürzten nach dem 12:16 bis zur Pause noch auf 15:17.

Trainerin Julia Rawein stellte dann ihre Defensive auf eine offensivere 5 – 1- Formation um. Damit kamen die Gastgeberinnen überhaupt nicht zurecht. Bianca Sirch und Nicole Seitz, die aus der Zweiten aufgerückt waren, machten beide auch defensiv eine ausgezeichnete Partie.

Kissing kam so nach gut 40 Minuten zum 20:20 Ausgleich. Jetzt übernahmen die Damen das Kommando und setzten sich dank der verbesserten Abwehr bis auf 25:22 ab. Außen Vanessa Eder nutzte jede Gelegenheit sicher aus und war an diesem Tag mit acht Toren die beste Schützin ihres Teams.

Als Anne Huber sechs Minuten vor dem Ende auf 28:25 stellte, sah alles nach einem guten Jahresabschluss für den KSC aus. Aber zwei Zeitstrafen und ein verworfener Siebenmeter ließen München Laim doch nochmals zurückkommen. Kissing musste auch die letzten 80 Sekunden mit einer Spielerin weniger bestreiten, zudem hatte der Gegner zum 29:29 ausgeglichen.

Der letzte Angriff des KSC verpuffte, jetzt warteten 20 harte Sekunden auf die Damen, die immer noch in Unterzahl den letzten Ansturm der Gastgeberinnen abwehren mussten. Dies gelang ihnen jedoch mit bedingungslosem Einsatz. Darum endete die Partie mit einem 29:29 (15:17) Unentschieden. Kissing geht so als Siebter der Landesliga Süd in die Pause über die Feiertage.

Trainerin Julia Rawein lobt den großen Kampfgeist ihres Teams: „Es ist nicht einfach, nach 60 harten Minuten den entscheidenden Angriff des Gegners in Unterzahl abwehren zu müssen. Darum bin ich stolz auf den großen Einsatz der Mädels, die tollen Kampfgeist bewiesen haben, als es darauf ankam. Ein bisschen schade ist es aber schon, dass wir uns für die gute zweite Hälfte, in der wir das Spiel drehen konnten, nicht mit einem Sieg belohnen konnten.“

KSC: Lang; Kefer (4/2); Eder (8); Kasper; Huber (4); Lackner (1); Kalischko; Gottwald (5/1); Winter (3); Sirch (1); Herrmann; Krüger; Seitz (3).

Domenico Giannino (gia)