Kissinger Handballer verlieren in Haustetten

Mit einer 14:20 (8:9) Niederlage sind die Kissinger Handballer von der Aufgabe bei Haunstetten 2 zurückgekehrt. Damit gab es in der Bezirksoberliga Staffel B den ersten Misserfolg im zweiten Saisonspiel.

Ball 4869503 1920
Symbolbild

Kissing war am Samstag ersatzgeschwächt. Die kurze Reise in den Augsburger Süden traten die Handballer nur mit zehn Feldspielern an, Mathias Kraus war der einzige Torhüter im Kader. Haunstetten 2 galt im Vorfeld als einer der Favoriten auf den Aufstieg, doch im ersten Durchgang waren die beiden Teams ebenbürtig.

Kissing war defensiv gut dabei und hielt Haunstetten 2 oft erfolgreich vom eigenen Gehäuse fern. In einer umkämpften Begegnung ohne große spielerische Höhepunkte konnte der SC eine 4:2 Führung nach 15 Minuten aber nicht ausbauen. Dazu fehlte es im eigenen Angriff an Tempo, nach dem 5:5 Ausgleich sollte es beinahe acht Minuten dauern, bis die Gäste ihren sechsten Treffer erzielen konnten. Die starke Abwehr und der blendend aufgelegte Kraus im Tor hielten Kissing aber in der Partie, nur mit viel Pech kassierten die Gäste wenige Sekunden vor der Pausensirene das 8:9.

Die Defensive konnte nach dem Seitenwechsel aber die Probleme im Angriff nicht mehr kompensieren. Denn jetzt hatte Kissing große Mühe, überhaupt noch erfolgreich zum Abschluss zu kommen. Die Torquote war dementsprechend: Seinen dritten Treffer im zweiten Durchgang sollte der KSC erst nach 18 Minuten Spielzeit schaffen.

Nach dem frühen 8:12 Rückstand traf Goran Tomov in der 35. Minute noch zum Abschluss, ehe den Gästen das Spiel komplett entglitt. In doppelter Unterzahl lief gar nichts mehr zusammen. In dieser Phase bekam Markus Nolte direkt Rot, nachdem der Kissinger bei einer Abwehraktion mit dem Haunstetter Außen zusammengeprallt war und beide zu Boden gingen. Nach dem 9:15 in der 43. Minute musste Janos Füsi auf der Kissinger Bank die Auszeit nehmen.

Die Maßnahme verpuffte jedoch, Kissing blieb vorne weiterhin ungefährlich. Mit der Leistung in der zweiten Hälfte kann der KSC nicht zufrieden sein. Nach dem 14:20 (8:9) Endresultat fand Trainer Füsi folgende Worte: „Vor der Pause war es gut, vorne haben wir aber schon da Probleme gehabt mit Haunstetten. Aber mit dem, was nach der Pause passiert ist, können wir gar nicht zufrieden sein. Vor dem Tor fehlten uns da komplett die Mittel, die Mannschaft hat viel versucht, aber nur sehr wenig hat geklappt. Damit können wir nicht zufrieden sein, ich habe mir da mehr erwartet nach der starken ersten Hälfte.“

Domenico Giannino