Beim Derby in Kissing gab es für die 2.Mannschaft des TSV Friedberg eine 19:29 (9:19) Niederlage. Die Handballer hatten gegen den Nachbarn im Bezirksoberliga – Duell nach einer schwachen ersten Hälfte keine Chance mehr.

Kissing begann defensiv in einer aggressiven und gut verschiebenden 6 – 0 – Formation. Dagegen hatten die Friedberger in der gutgefüllten Paartalhalle kaum einmal ein Mittel. Anstatt die Angriffe geduldig auszuspielen und es methodisch mit Spielzügen zu versuchen, wählten die Herzogstädter einen anderen Ansatz. Sie verfielen angesichts der aggressiven Deckung in Hektik und versuchten fast ausschließlich, mit Einzelaktionen zum Erfolg zu kommen. Bis zum 6:8 nach 15 Minuten half die individuelle Klasse den Gästen dabei, noch so einigermaßen im Spiel zu bleiben.

Doch in den nächsten 10 Minuten entschied Kissing das Derby bereits für sich. Friedberg gelang vorne kaum noch etwas, die Gäste verloren oft den Ball und liefen in zahlreiche Kissinger Konter. Das Resultat war ein 7:14 Rückstand kurz vor dem Seitenwechsel, in die Kabinen ging es schließlich mit einem 9:19 für die reifere und konzentriertere Kissinger Mannschaft.

Friedberg kam besser in den zweiten Durchgang und schaffte es zunächst, den Abstand etwas zu verkürzen. Bei eigenem Ballbesitz spielten die Herzogstädter jetzt mit mehr Fokus und Durchschlagskraft. Manchmal waren sie aber noch zu ungestüm, mit mehr Geduld wäre vielleicht sogar eine noch deutlichere Resultatsverbesserung möglich gewesen.

So konnte sich der SC nach dem 16:24 wieder etwas mehr absetzen. Aber dem Derby fehlte angesichts des Spielstandes und der Kräfteverhältnisse jetzt durchweg die Spannung. So ging eine im ersten Durchgang oft ansehnliche Begegnung nach der Pause eher unspektakulär ihrem Ende entgegen.

Kissing gewann das Derby verdient mit 29:19 (19:9). TSV-Trainerin Sandy Mair zog folgende Bilanz: „Insgesamt fehlte uns in der Abwehr oft der Zugriff. Außerdem waren wir vor der Pause offensiv zu harmlos, da mangelte es den Jungs am Tempo. Kissing hat das gut ausgenutzt, vor allem der frühere Friedberger Tobi Fuchs und der gute Kreis haben uns das Leben oft schwer gemacht. Gefreut hat mich die starke Leistung unseres Torwarts Felix Zull, der nach der Pause sehr gut gehalten hat.“

Domenico Giannino (gia)