„Klarheit statt Schaulaufen“ | Olaf Scholz wird Kanzlerkandidat – Augsburger SPD-Abgeordnete zufrieden

Olaf Scholz führt die SPD als Kanzlerkandidat in den Bundestagswahlkampf 2021. Die Augsburger Bundestags- und Landtagsabgeordneten der Sozialdemokraten sind mit der Entscheidung zufrieden.

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Ulrike Bahr und Olaf Scholz bei einer Veranstaltung im Goldenen Saal des Augsburger Rathauses | Foto: Lara Hammer

Ulrike Bahr (Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende der SPD Augsburg und Schwaben):

„Ich begrüße diesen Vorschlag sehr. Olaf Scholz ist ein erfahrener und profilierter Politiker, der sich während der Coronakrise als pragmatischer Manager erwiesen hat. Er war ein äußerst erfolgreicher und beliebter Regierender Bürgermeister in Hamburg und hat auch als Vizekanzler nie den Kontakt zum Menschen verloren.

Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans haben mit ihren Entscheidungen, für ein progressives Bündnis zu kämpfen und Olaf Scholz als Kanzlerkandidaten zu nominieren, genau den richtigen Zeitpunkt gewählt. Er hat sehr gute Chancen, der erste Kanzler einer rot-grün-roten Regierung zu werden.

Damit ist für die SPD die Personalfrage frühzeitig geklärt und wir können uns jetzt mit aller Kraft den politischen Themen widmen, die unser Land voranbringen. Ich freue mich auf einen Wahlkampf mit Olaf Scholz für mehr Gerechtigkeit in unserem Land. Als ein Land ohne Rohstoffe ist und bleibt Deutschland das Land, das mit ausgezeichneter Bildung, guter Arbeit und technologischem Know-How punkten muss.“

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Harald Güller (re) mit Frau Anne und Olaf Scholz

Harald Güller (Mitglied des Landtags):

Olaf Scholz Kanzlerkandidat? Ja! Ich kenne ihn schon lange, das Foto (siehe oben) entstand 2010 am Rande der Bundesversammlung in lockerer Runde zusammen mit meiner Frau Anne und zeigt, dass Olaf nicht nur der kühle Hanseate ist, als den man ihn immer wieder gerne beschreibt. Jedenfalls erfordern ungewöhnliche Zeiten ungewöhnliche Wege. Und deshalb finde ich das Vorgehen von Borjans und Esken richtig, ihn heute schon mit einstimmigem Votum des Parteivorstandes vorzuschlagen. Er wird es schaffen, dass wir den Übergang wieder zu mehr Normalität in Leben und Wirtschaft hinbekommen.

Als heutiger Finanzminister, der auch schon Erster Bürgermeister Hamburgs und Minister für Arbeit und Soziales war, hat er nicht erst seit der Corona-Krise das Heft des Handelns fest im Griff. Seine unaufgeregte und rationale Art zeigt, dass er im Krisenmodus besonnen
handelt und den Blick auf die Menschen und Arbeitsplätze trotz aller gesellschaftlicher Problemstellungen nicht verliert.

Die Diskussionen innerhalb der CDU und CSU über die Kanzlerkandidatur zeigen doch eines ganz deutlich: Wir brauchen Klarheit und kein Schaulaufen! Eine Diskussion über die Kanzlerkandidatur wäre jetzt lähmend für die Menschen, das Land, die Partei. Gerade im Hinblick darauf, dass wir die Corona-Pandemie meistern müssen, wäre einen Wettlauf immer mit Blick auf die Kanzlerkandidatur unerträglich, wie man das gerade bei Söder und Laschet erlebt.

Aber eines sage ich auch ganz deutlich: Wenn es das Wahlergebnis zulässt, dann bitte keine GroKo mehr! Auch wenn in der heutigen Krisensituation die GroKo gut zusammenarbeitet. Die Politik muss trotz und gerade auch wegen Corona die soziale Gerechtigkeit an erste Stelle stellen, selbstverständlich im Einklang mit Umwelt- und Klimaschutz und dem gleichzeitigen Umbau der Wirtschaft. Das geht nur mit der SPD an
führender Position.