Mehrere hundert Teilnehmer waren zur 1. Mai-Kundgebung an den Augsburger Königsplatz gekommen. Einige Demonstranten störten den Ablauf mit Zwischenrufen gegen Oberbürgermeisterin Weber.

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Archivbild Wolfgang Czech

Rund 600 Teilnehmer waren zur ersten 1. Mai-Kundgebung nach zwei Jahren in Augsburg gekommen, unter ihnen auch eine kleinere Gruppe, die dem linken Spektrum zuzuordnen ist. Genau diese Gruppierung war es dann, die die Veranstaltung massiv störte. Mit Pfiffen und Zwischenrufen versuchten die Aktivisten die Rede von Oberbürgermeisterin Eva Weber zu unterbinden. Die etwa zehn Personen verursachten einen derartigen Radau, dass die Grußworte des Stadtoberhaupts erst mit einiger Verspätung beginnen konnte. Die Störer bezeichneten Weber als „Klassenfeindin“, so war es auch auf einem mitgebrachten Transparent zu lesen, auf dem auch ein der OB zuzurechnendes Zitat zu lesen war.

„Menschen, die sich keine 2,60 Euro für ein Park-Ticket leisten können, bringen die Innenstadt eh nicht weiter.“ Das Zitat bezieht sich auf eine Äußerung der Oberbürgermeisterin vor der Abstimmung zu den neuen Parkgebühren in der City. Aus ihrer Sicht war dieser Teil ihrer Ausführungen von jeher aus dem Zusammenhang gerissen gewesen. Die Störer störte dies nicht, sie nahmen es zum Anlass, die Kundgebung der Gewerkschaften zu stören.

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Nicht nur Weber gefiel dies merkbar nicht, auch die Veranstalter zeigten sich verstimmt. Augsburgs DGB-Chefin Silke Klos-Pöllinger sprach von mangelndem Respekt, dieser Demonstranten. Auch die Aufforderung der Gewerkschafterin, die Störungen zu unterlassen, zeigten keine Wirkung. In ihrer eigenen Ansprache stellte die verärgerte Klos-Pöllinger klar, dass nur in einem Zusammenspiel von Politik und Gewerkschaften Arbeitsplätze gesichert werden können. In Augsburg gibt es ein Bündnis für Arbeit aller Beteiligten, dass immer wieder Erfolge vorweisen kann.