Klein nimmt UN-Diplomaten gegen Antisemitismus-Vorwurf in Schutz

Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, nimmt den deutschen Top-Diplomaten Christoph Heusgen gegen Antisemitismus-Vorwürfe in Schutz. „Kritik an Israel ist nicht gleich Antisemitismus“, sagte Klein den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochsausgaben). Auch wenn er „die Gleichsetzung von israelischen Baggern, die Häuser einebnen, die aus israelischer Sicht illegal sind, mit Raketen-Angriffen der palästinensischen Hamas auf Israel“ für problematisch halte, so der Antisemitismusbeauftragte weiter.

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Heusgen ist deutscher Botschafter bei den Vereinten Nationen. Die US-Menschenrechtsorganisation Simon Wiesenthal Center hat laut Medienberichten Heusgen auf eine Jahresliste der zehn schlimmsten antisemitischen Vorfälle gesetzt. Der Vorwurf beziehe sich zum einen auf Deutschlands Abstimmungsverhalten im UN-Sicherheitsrat, zum anderen auf eine Stellungnahme Heusgens, in der er den Raketenbeschuss auf israelische Zivilisten mit der israelischen Siedlungspolitik in palästinensischen Gebieten gleichgesetzt habe, berichten die Zeitungen weiter. Zuvor hatte sich bereits der israelische Botschafter in Deutschland, Jeremy Issacharof, zu der Antisemitismus-Kritik an Heusgen geäußert. Er stellte sich auf die Seite von Heusgen. „Ich begrüße sehr, dass der israelische Botschafter in Deutschland, Jeremy Issacharoff, den deutschen Diplomaten Christoph Heusgen in Schutz nimmt“, sagte Klein den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.