Klimaaktivisten drängen auf Verbrennerausstieg

Die Klimaaktivistin Luisa Neubauer von „Fridays for Future“ und die ehemalige Chefin des UN-Klimasekretariats Christiana Figueres fordern eine Frist für den Umstieg vom Verbrenner auf hundert Prozent Elektrofahrzeuge bis spätestens 2035. Das schreiben sie in einem Gastbeitrag für das Feuilleton der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Mittwochausgabe). Anlässlich des bevorstehenden Treffens zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und US-Präsident Joe Biden in Washington sowie der Präsentation des EU-Klimapaketes „Fit for 55“ in Brüssel appellieren die beiden Klimaaktivistinnen an die Regierungschefs der beiden großen Autonationen Deutschland und USA, beim Ausstieg aus der Verbrenner-Ära voranzugehen. „Die beiden Industriegiganten würden damit Städte und Lebensbedingungen auf der ganzen Welt verändern. Den globalen Transportsektor auf die Überholspur zu schicken wird nicht nur der Luftverschmutzung ein Ende setzen. Es ermöglicht darüber hinaus jene technologischen Fortschritte, die die Wissenschaft noch in diesem Jahrzehnt für erforderlich hält, um die Klimakrise zu bewältigen.“

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Die Elektromobilität ist für die zwei Klimaschützerinnen keine Zukunftsmusik mehr.

„Jetzt muss sie skaliert werden, damit wir durch weniger und saubereren Verkehr erst an den Punkt kommen, an dem die Einhaltung der Klimaziele realistisch wird.“ Von den Fahrzeugherstellern hatte zuletzt Opel angekündigt, ab 2028 nur noch Elektrofahrzeuge zu produzieren. Auch Audi, VW, Volvo, Fiat, GM, Ford und Mercedes haben inzwischen Enddaten genannt, die auf ein Auslaufen ihres Geschäfts mit Verbrennungsmotoren zwischen 2030 und 2035 hinauslaufen, berichtet die FAZ. Das Bundeswirtschaftsministerium rechnet ebenfalls mit einer drastischen Beschleunigung der E-Wagen-Zulassungen.