Der SPD-Vorsitzende Lars Klingbeil sieht Kommunikationsprobleme als einen der Hauptgründe für die verlorene Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen. „Wir sehen gerade in den Auswertungen der Zahlen, dass viele, die vorher SPD gewählt haben, nämlich 300.000 Menschen, uns nicht mehr gewählt haben“, sagte er dem TV-Sender „Bild“. Die Befragungen zeigten, dass einer der wesentlichen Gründe sei, dass die SPD nach Einschätzung der Bürger nicht erkannt habe, welche Probleme und welche Herausforderungen sie im Lebensalltag haben.

Klingbeil Beklagt Kommunikationsprobleme Der SpdLars Klingbeil, über dts Nachrichtenagentur

Als Beispiel nannte der SPD-Chef die Inflation, gegen die die Bundesregierung zwar „faktisch“ viel gemacht habe, aber man habe es nicht geschafft, diese Regierungspolitik so zu kommunizieren, dass sie bei den Bürgern ankomme und dass sie wahrgenommen werde. „Das ist eine Herausforderung, vor der wir stehen“, sagte Klingbeil. Die SPD brauche eine „andere Kommunikation“.

Auch der „gestiegenen Anteil der Nichtwähler“ sei ein „großes Problem“ für die SPD und alle demokratischen Parteien in Deutschland. „Die Wahlbeteiligung lag nur noch bei 55 Prozent. Ich finde, das ist dramatisch, dass sich so viele Menschen nicht mehr an der Wahl beteiligen.“