Klingbeil wirft Höcke „faschistische Gedanken“ vor

SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil hat den Thüringer AfD-Spitzenkandidaten Björn Höcke scharf kritisiert. „Herr Höcke ist einer der radikalsten AfD-Vertreter, jemand, der faschistische Gedanken hat, der die auch offen ja mitteilt und der nochmal enorm polarisiert“, sagte Klingbeil in der Sendung „Frühstart“ der RTL/n-tv-Redaktion. Er selbst habe im Wahlkampf erlebt, dass Parteien wegen der AfD ihre Infostände absagen mussten.

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„Das ist eine enorme Polarisierung, wie man sie aus anderen Bundesländern nicht kennt.“ Klingbeil nannte es einen „Fehler“, dass man in den letzten Jahrzehnten den Staat abgebaut habe und so das Vertrauen bei Menschen verloren habe. „Zu zeigen, dass der Staat funktioniert, das ist für viele Menschen etwas sehr Wichtiges“, sagte Klingbeil weiter.

Das gelte besonders für den ländlichen Raum, bei der Ärzteversorgung, öffentlichem Nahverkehr und der Mobilfunkanbindung. Klingbeil räumte ein, dass die SPD, die bei Umfragen in Thüringen unter zehn Prozent liegt, derzeit keinen guten Stand hat. „Das ist eine schwierige Situation für uns.“ Parteien, die nicht polarisierten und laut seien, rutschten ein bisschen aus dem Fokus.

Trotzdem sei er guter Dinge, „dass die SPD in den letzten Metern noch etwas oben drauflegen kann. Wir haben das in Brandenburg erlebt, dass das mit beliebten Politikern klappt, dass man mit guter Arbeit auch überzeugen kann“.