Klinik Vincentinum eröffnet im Oktober kardiologische Fachabteilung

Die Klinik Vincentinum eröffnet im Oktober kardiologische Fachabteilung mit Herzkatheterlabor. 
Der Chefarzt PD Dr. med. Massimiliano Fusaro ist renommierter Spezialist für interventionelle Kardiologie.8D6A03Da 8453 44C8 A1F3 5Ebc9873F105

 Arteriosklerose und Folgeerkrankungen wie koronare Herzerkrankung oder Angina Pectoris sind sowohl die weitverbreitetsten chronischen Erkrankungen sowie häufigste Todesursache in Deutschland. Das Vincentinum bietet nun mit der Abteilung für Interventionelle Kardiologie ein umfassendes Therapieangebot für Patienten mit verengten oder verschlossenen Herzkranzgefäßen jeglicher Art und Komplexität an. Schwerpunkt sind minimalinvasive Katheterverfahren und Stentimplantationen, die auch bei Koronarstenosen mit besonders schwieriger Anatomie oder bei Patienten mit mehreren Nebenerkrankungen Anwendung finden. „Wir können heute vielen Patienten helfen, die früher unbehandelt bleiben mussten. Mithilfe modernster Technik und jahrelanger Erfahrung gelingt es uns in sehr vielen Fällen, die Lebensqualität von Patienten erheblich zu verbessern“, so Chefarzt Fusaro.9C40E7Fd 4E17 49E4 9F0A 2467A5C09699

 
Der Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie mit Zusatzqualifikationen in der Interventionellen Kardiologie und der Interventionellen Therapie der arteriellen Gefäßerkrankungen verfügt durch jahrelange praktische Tätigkeit, u.a. am Deutschen Herzzentrum München, sowie durch seine Forschungs- und Lehraktivitäten an der Technischen Universität München (TUM) über hochkompetentes Wissen und Erfahrung in der Behandlung komplexer anatomischer Veränderungen der Koronargefäße. Er kann im Vincentinum auf eine topmoderne technische Ausstattung zurückgreifen, die höchstes Qualitäts- und Spezialisierungsniveau aufweist. Dies ermöglicht eine umfassende Betrachtung der Patienten und individuelle Therapieansätze.
 
Minimalinvasive Eingriffe

Um die koronare Herzerkrankung eindeutig diagnostizieren zu können, stehen in der Klinik Vincentinum eine Herzkatheteranlage der neuesten Generation sowie ergänzende diagnostische Infrastruktur zur Verfügung. Für die Koronar-Angiographie im Herzkatheterlabor wird über einen kleinen Zugang ein dünner Schlauch in die Arterie bis zum Herzen geführt, wo Kontrastmittel abgegeben wird. Röntgentechnik erzeugt ein Bild der Herzkranzgefäße und der möglichen Verengungen und Verschlüsse. Unmittelbar danach kann in derselben Sitzung ein sogenannter perkutaner koronarer Eingriff (PCI) erfolgen. Mit einem Ballonkatheter wird die verengte Stelle im Blutgefäß geweitet (Angioplastie) und mit einem dünnen Röhrchen aus Metallgeflecht (Stent) als Gefäßstütze stabilisiert. Zur Behandlung fortgeschrittener oder komplizierter Koronarerkrankungen kann das Team um Fusaro auf spezielle Instrumente und Techniken zurückgreifen. So gibt es beispielsweise Katheter mit speziellen Führungsdrähten und feinbeweglichen Spitzen um chronische Komplettverschlüsse (CTO) wieder zu öffnen sowie ein Rotablationssystem für die Entfernung schwer verkalkter Ablagerungen.
 
Maßgeschneiderte Patientenversorgung

Welche Therapie im Einzelfall die sinnvollste für Patienten ist, hängt von einer fundierten Diagnose sowie der individuellen Gesundheitssituation ab und bespricht Fusaro gemeinsam mit den Patienten. Denn darauf legt der Mediziner Wert: „Der Patient steht bei mir immer an erster Stelle – für mich ist dies die fundamentale Grundlage für eine gute und erfolgreiche Behandlung. Meine Philosophie ist es, jeden Patienten als Individuum zu betrachten, um ihm die beste Beratung und eine kompetente Behandlung für seine Situation zu gewährleisten.“ Therapieziel in der Klinik Vincentinum ist es nicht nur, die Symptome einer Koronarerkrankung abzumildern und damit die Lebensqualität der Patienten merklich zu verbessern, sondern, dass eine wiederhergestellte ausreichende Versorgung der Herzkranzgefäße mit Sauerstoff auch langfristig anhält. Wichtig ist dem Kardiologen dabei auch ein guter, interdisziplinärer Austausch mit den Kollegen im Gesundheitspark Vincentinum sowie eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit niedergelassenen Ärzten.
 
Kardiologie mit Herz und Verstand
Seit über zehn Jahren kennen sich Chefarzt Fusaro und der Bereichsleiter im Funktionsdienst für das Herzkatheterlabor, Gesundheits- und Krankenpfleger Benjamin Olden. Während ihrer langen Zusammenarbeit im Deutschen Herzzentrum München wurden sie ein eingespieltes Team mit gleichen Qualitätsansprüchen. „Um auch in der Klinik Vincentinum hohe Standards bei der Behandlung im Herzkatheter setzen zu können, haben wir die Mitarbeiter entsprechend ausgewählt und einschlägig geschult“, so Olden. Der erfahrene Fachmann achtet aber nicht nur auf die fachliche Qualifikation: „Die Patienten, die zu uns kommen befinden sich in einer schweren Situation. Oft leiden sie unter starken körperlichen Beschwerden oder auch psychischen Belastungen, haben Angst vor der Untersuchung, vor der Diagnose oder deren Konsequenzen. Hier ist von uns Mitarbeitern dann auch viel Empathie und Verständnis gefragt.“ Dies unterstreicht Klinik-Geschäftsführer Michael Kneis: „Es ist uns sehr wichtig, dass wir nicht nur mit Verstand, sondern auch mit Herz ans Werk gehen um eine optimale Patientenversorgung garantieren zu können.“
 
Über die koronare Herzerkrankung

Der Herzmuskel wird durch die Koronargefäße mit Sauerstoff versorgt. Wenn diese Arterien aufgrund von abgelagerten Fett- oder Kalkplaques verengt sind (Arteriosklerose), entsteht eine Unterversorgung des Herzens, die im schlimmsten Fall zu einem Herzinfarkt führt. Abhängig vom Grad der Verengung, also der Stenose, sind die Symptome und Beeinträchtigungen bei den Patienten. Häufig tritt Angina pectoris auf, ein Druckschmerz und Engegefühl in der Brust, der oft auch in benachbarte Regionen wie Arm, Kiefer, und Rücken ausstrahlt, insbesondere bei körperlicher Belastung. Weitere Anzeichen sind Luftnot, erhöhte Herzfrequenz, verringerter Blutdruck, Übelkeit, vermehrte Schweißproduktion und Angstgefühle. Risikofaktoren für eine Arteriosklerose sind das Alter, eine genetische Veranlagung sowie beeinflussbare Faktoren wie Rauchen, Übergewicht, Bluthochdruck, Diabetes mellitus und mangelnde Bewegung. Konservative Therapiemöglichkeiten sind die Reduktion der Risikofaktoren und eine medikamentöse Behandlung. Wenn diese Methoden nicht ausreichen, können die erkrankten Gefäße entweder minimalinvasiv erweitert werden (Stentimplantation) oder durch eine Bypassoperation umgangen bzw. ersetzt werden.