Zum letzten Mal saß der Vorstandsvorsitzende des Klinikums mit Kassenvertretern am Verhandlungstisch. Berücksichtigt wurde dabei unter anderem eine bessere Finanzierung der Pflege.

Ein letztes Mal reichen sich Alexander Schmidtke vom Klinikum Augsburg (links) und Andreas Winter, AOK Bayern, nach erfolgreichen Verhandlungen für das Budget 2018 die Hand. Hinten von links: Bruno Wirnitzer, Dr. Thomas Buhr (beide Klinikum Augsburg), Erich Huber (Vdek/Barmer), Beate Otto (Klinikum Augsburg), Manfred Krünes (AOK Bayern), Stefan Kronthaler (AOK Bayern), Eugen Schumacher und Michael Musick (beide Klinikum Augsburg).

 

Neunmal saß Alexander Schmidtke, Vorstandsvorsitzender und Vorstand Finanzen und Strategie des Klinikums Augsburg, mit den Vertretern der Krankenkassen an einem Tisch, um das Budget des jeweiligen Jahres für Krankenhausleistungen zu verhandeln. Als es vor wenigen Tagen um das Budget 2018 ging, war das die letzte Verhandlungsrunde für das Kommunalunternehmen. Ab 2019 wird das Klinikum universitär geführt, der Freistaat Bayern übernimmt die Trägerschaft. Damit ändern sich auch die Finanzierungskreisläufe. Die gute Zusammenarbeit mit den Krankenkassen soll selbstverständlich fortgesetzt werden.

„Wenn auch manchmal von beiden Seiten hart verhandelt wurde“, sagt Schmidtke, „in der Sache ging es immer fair und konstruktiv zu.“ Der Vorstandsvorsitzende, der bald nach Coburg wechselt, um dort die Regiomed-Kliniken hauptverantwortlich zu übernehmen, bedankte sich nach den Verhandlungen stellvertretend bei Andreas Winter von der AOK Bayern für die langjährige gute Zusammenarbeit, die unter der neuen Trägerschaft so fortgesetzt werden solle. Der Trägerwechsel berühre die Vergütung des stationären Bereiches zwar grundsätzlich nicht, so Schmidtke weiter, jedoch seien durch den zusätzlichen Auftrag für Forschung und Lehre, der nicht über die Krankenkasse finanziert wird, neue Formalien und Rahmenbedingungen zu beachten.