Klöckner: Union soll Ende 2020 über die Kanzlerkandidatur entscheiden

Die stellvertretende CDU-Vorsitzende und Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner hat die Union vor einer verfrühten Debatte über die nächste Kanzlerkandidatur gewarnt. „Unsere Parteivorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer hat einen Vorschlag gemacht, dass Ende 2020 die Partei über die Kanzlerkandidatur entscheidet. Dieser Vorschlag ist sinnvoll“, sagte Klöckner den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstagsausgaben).

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Man gehe davon aus, „dass die Legislaturperiode regulär bis 2021 geht. Wir fühlen uns dem gemeinsam vereinbarten Koalitionsvertrag verpflichtet“, so die CDU-Politikerin weiter. Längst noch nicht alle Aufgaben seien erledigt.

Der ehemalige CDU-Generalsekretär Ruprecht Polenz warnte die CDU vor Selbstbeschäftigung. „Friedrich Merz betreibt die Sozialdemokratisierung der CDU“, sagte Polenz mit Blick auf die harsche Kritik des ehemaligen Unionsfraktionschefs am Erscheinungsbild der Regierung und der Führung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Mit dieser Art innerparteilicher Auseinandersetzung werde die CDU „bei den niedrigen Zustimmungswerten der SPD landen. Bei der SPD haben nicht zuletzt andauernd Personalquerelen zu dem Absturz beigetragen“, so der ehemalige CDU-Generalsekretär weiter.

Die CDU solle vielmehr über die richtigen Antworten streiten, die die Menschen von der Politik erwarten, etwa in den Bereichen Klimaschutz, Wohnungsbau, Einwanderung, Integration, Bildung, Renten, Gesundheit und soziale Sicherung, sagte Polenz den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.