Knapp an der Sensation vorbei – TSV Haunstetten punktet bei Topteam Allensbach

Knapp an einer Sensation vorbeigeschrammt sind die Drittliga-Handballerinnen des TSV Haunstetten beim Tabellenzweiten SV Allensbach: nach einer bemerkenswerten Leistung sicherten sich die Rot-Weißen am Bodensee beim 26:26 (11:16) einen ganz wichtigen Zähler, der auch Mut machen sollte für die kommenden „Hammer-Wochen“.

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Patricia Horner sicherten sich einen Punkt. | Foto: Dominik Mesch

Nach dem deutlichen Heimsieg im Lokalderby gegen Würm war man durchaus optimistisch zum SVA gereist, wurde aber schnell auf den Boden der Tatsachen geführt. Die Gastgeberinnen zeigten sich erwartet bissig, während der TSV wieder einmal nicht ganz auf der Platte war. Ein technischer Fehler nach dem anderen hatte bereits nach sechseinhalb Minuten den 1:6-Rückstand zur Folge und die Körpersprache der Rot-Weißen ließ Schlimmes befürchten. Nach einer kurzen Erholungsphase (5:7, 14.Minute) setzten die Gastgeber die zweite 6:1-Serie und setzten so ihre Anhänger in Verzückung, während die TSV-Fans zu diesem Zeitpunkt schon mit Schadensbegrenzung zufrieden waren. Aber es sollte wieder einmal anders kommen: nach dem 11:16 zur Pause konnte Haunstetten seine Fehlerquote merklich reduzieren, während die Einheimischen jetzt in puncto Durchschlagskraft deutlich nachließen. Plötzlich war man dran (19:20, 42.) und alles schien auf den Kopf gestellt. Allensbach hatte noch zwei starke Phasen bis zum 24:20, den Rest der Auseinandersetzung dominierte jedoch der TSV. Nachdem Anja Niebert nach 56 Minuten per Siebenmeter zum 25:25 traf hatte man sogar bei zweifacher Überzahl die Möglichkeit zur endgültigen Wende. Ein phantastischer Schlagwurf von Allensbach Bester Sarah Rothmund verhinderte jedoch die endgültige Sensation , aber den verdienten Punktgewinn sicherte Niebert wiederum mit einem Siebenmeter. Trainer Vornehm war dennoch sehr zufrieden über den ersten Punktgewinn gegen eine Spitzenmannschaft: „Wir können nicht die ganze Saison sagen „Da wäre mehr drin gewesen“, allerdings muss jetzt auch in den drei anderen Aufgaben bis Anfang März was passieren.“

TSV: Frey, Schmidt (Tor); Niebert (7/5), Horner, Joerss, Irmler (je 5), Hänsel (3), Knöpfle (1), Walter, Keßler, Duschner