Knobloch zweifelt am Erfolg ihres Kampfes gegen Antisemitismus

Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Charlotte Knobloch, fürchtet mitunter, die Bemühungen ihres Lebens um Aussöhnung und ihr Kampf gegen Antisemitismus könnten vergeblich gewesen sein. Das sagte sie der Wochenzeitung „Die Zeit“. Ignatz Bubis habe kurz vor seinem Tod gesagt: „Ich habe nichts erreicht“.

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Sie habe ihm damals persönlich widersprochen. „Aber jetzt erreichen mich diese Worte selbst. Wenn ich mir die derzeitige Situation anschaue, denke ich manchmal: Du hast doch auch nichts erreicht“, sagte Knobloch der „Zeit“.

Sie habe sich vorgestellt, dass „wir im Miteinander von Juden und Nichtjuden in eine Normalität übergehen“ und habe gehofft, dass sie dies vielleicht noch erlebe. „Im Moment sehe ich eher das Gegenteil“, so Knobloch.