Der ehemalige hessische Ministerpräsident Roland Koch (CDU) sieht die Kanzlerkandidaten-Frage der Union mit der Wahl von Annegret Kramp-Karrenbauer als Parteichefin als geklärt an. „Die CDU hat eine Parteivorsitzende gewählt in dem Wissen, was eine solche Wahl bedeutet“, sagte Koch dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Freitagausgaben) auf die Frage nach der Kanzlerkandidatur. „Und die CDU ist eine Partei, die auch in Zukunft auf Geschlossenheit wert legt und froh ist, dass die Personen in der Führung vernünftig miteinander umgehen.“ koch-rechnet-mit-kramp-karrenbauer-als-kanzlerkandidatin Koch rechnet mit Kramp-Karrenbauer als Kanzlerkandidatin Politik & Wirtschaft Überregionale Schlagzeilen - 100 Tage 2018 Annegret Kramp-Karrenbauer CDU Es Friedrich Friedrich Merz Führung geklärt Kandidaten Koalition Kramp-Karrenbauer Kreuz MAN Ministerpräsident Miteinander Partei Parteitag richtig Sonntag SPD Union Wahl Wahlen WER Zeugnis | Presse AugsburgAnnegret Kramp-Karrenbauer am 07.12.2018, über dts Nachrichtenagentur

Annegret Kramp-Karrenbauer ist am Sonntag 100 Tage CDU-Chefin. Roland Koch, der im Parteivorsitzenden-Wettbewerb Friedrich Merz unterstützt hatte, stellte Kramp-Karrenbauer ein positives Zeugnis aus. Die CDU müsse sich genau an den Schnittpunkten der Kandidaten Kramp-Karrenbauer und Merz ausrichten, da beide je etwa die Hälfte der Delegiertenstimmen auf dem Parteitag erhalten hatten, sagte Koch.

„Das macht Annegret Kramp-Karrenbauer sehr klug, umsichtig und sehr richtig.“ Sie wolle die unterschiedlichen Enden so zusammenzuführen, dass ohne eine zu lange Debatte über die Vergangenheit eine deutliche Perspektive für die Zukunft entwickelt wird. „Nicht nach hinten gucken, sondern nach vorne führen – das ist genau der richtige Weg“, sagte Koch. Den Konservativen in der Union gab Koch Mitschuld an ihrer zuletzt untergeordneten Rolle in der Partei.