Polizei beendet lange Verfolgungsfahrt in Augsburg-Inningen

Am gestrigen Donnerstag, 27.05.2021, wurde ein 43-jähriger Mann aus dem Landkreis Augsburg vorläufig festgenommen, nachdem er sich zunächst einer Verkehrskontrolle entzogen und anschließend eine Verfolgungsfahrt mit der Polizei durch die Zuständigkeitsbereiche zweier Präsidien geliefert hatte.

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Gegen 14:15 Uhr erreichte die Verkehrspolizei Fürstenfeldbruck die Meldung über einen auffälligen schwarzen Audi S4 auf der BAB A96. Der 43-jährige Fahrer riskierte bei einer Geschwindigkeitsbeschränkung von 120 km/h gefährliche Überholmanöver auf dem Seitenstreifen und fuhr mit teilweise 200 km/h. Er gefährdete dabei andere Verkehrsteilnehmer.

Eine erste Kontrolle in Igling nutze der Mann dazu, sich im Fahrzeug einzuschließen, um sich anschließend mit hoher Geschwindigkeit der Verkehrskontrolle zu entziehen. Bei seiner weiteren Flucht von Igling über die B17, ST2027 bei Klosterlechfeld, zurück auf die B17 bis Königsbrunn, über die ST2380 bis Bobingen und schließlich über die ST2035 bis Inningen kam es zur Kollision mit zwei Streifenwägen und einem Verkehrsschild.

Die verfolgenden Polizeifahrzeuge konnten aufgrund der sehr hohen gefahrenen Geschwindigkeiten gerade noch folgen. Der Flüchtende missachtete den Vorrang anderer Verkehrsteilnehmer und zeigte lebensgefährliche Fahrmanöver.

In Inningen gelang es den eingesetzten Beamten, das Fahrzeug anzuhalten. Der Fahrer musste unter massivem Widerstand aus dem Auto geholt und vorläufig festgenommen werden. Dabei verletzten sich drei Polizeibeamte leicht. Der 43-Jährige selbst musste anschließend leicht verletzt durch den Rettungsdienst behandelt werden.

Im Einsatz waren mehrere Streifenwägen von Dienststellen aus den Bereichen der Polizeipräsidien Oberbayern Nord und Schwaben Nord sowie ein Polizeihubschrauber.

Insgesamt entstand ein Sachschaden von circa 35 000 Euro.

Die Staatsanwaltschaft Augsburg ordnete eine Blutentnahme und Führerscheinbeschlagnahme an. Der 43-Jährige muss nun mit einer Anzeige wegen Verdachts der Gefährdung des Straßenverkehrs, des verbotenen Kraftfahrzeugrennens, des unerlaubten Entfernens vom Unfallort und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte rechnen.

Zeugen des Vorfalls und vor allem weitere Geschädigte werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 08191/932-0 bei der sachbearbeitenden Polizeiinspektion Landsberg am Lech zu melden.

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