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Kommt ein Amazon-Verteilzentrum ins Allgäu? – Kreistag vertagt Entscheidung über Grundstücksverkauf

Der Kreisausschuss des Unterallgäuer Kreistags hat noch keine Entscheidung über seine Haltung zum Verkauf eines Grundstücks am Gewerbepark am Allgäu Airport getroffen. Dort soll ein Verteilzentrum für den Online-Versandhändler Amazon entstehen.

Amazon Paket
Symbol-Bild von josemiguels auf Pixabay

„Wir haben erst relativ kurzfristig von den Plänen erfahren und haben uns heute umfangreich informieren lassen“, so der Unterallgäuer Landrat Alex Eder. Die Entscheidung wurde vertagt.

Am Allgäu Airport in Memmingerberg gibt es mehrere Gewerbegrundstücke. Um diese zu vermarkten, wurde Ende 2017 eine Grundbesitzgesellschaft gegründet, die „Gewerbepark am Allgäu Airport GmbH & Co. KG“. Der Landkreis Unterallgäu ist wie die Unterallgäuer Landkreis-Wohnungsbau mit knapp sieben Prozent an dieser Gesellschaft beteiligt. Weitere Gesellschafter sind neben dem Allgäu Airport die anderen Allgäuer Landkreise und kreisfreien Städte, aber auch mehrere Sparkassen.

„Es sprechen eine ganze Reihe von Gründen gegen das geplante Amazon Verteilerzentrum in Memmingen. Nur weil ein Grundstück verwertbar wird und Arbeitsplätze geschaffen werden, bedeutet dies kein Plus für das Allgäu“ kritisiert die Allgäuer Bundestagsabgeordnete Susanne Ferschl (Die Linke) und weiter: „Amazon ist nicht tarifgebunden, achtet nicht auf Arbeits – und Gesundheitsschutz und zahlt zudem fast keine Gewerbesteuer. Außerdem ist Amazon einer der größten Konkurrenten des Einzelhandels und macht diesen regelrecht kaputt. Die Innenstädte sind unter anderem Corona bedingt kurz vor dem Aussterben, da gilt es den Einzelhandel zu stärken und nicht einen Online-Versandhändler der ohnehin schon Wettbewerbsvorteile hat. Und auch wenn Kaufbeurens Oberbürgermeister Bosse das Zentrum befürwortet, muss der CSU endlich klar werden, dass nicht sozial ist, was Arbeit schafft, sondern was gute Arbeit schafft.“