Der Deutsche Städte- und Gemeindebund hat Nachbesserungen am Corona-Schutzkonzept der Bundesregierung gefordert. „Eine Maskenpflicht sollte selbstverständlich in Bussen, Bahnen, Krankenhäusern und Pflegeheimen gelten“, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg der „Rheinischen Post“ (Mittwochausgabe).

 




Ausnahmen für einzelne Personengruppen, die etwa in den letzten drei Monaten geimpft wurden, seien wenig praktikabel und insbesondere bei größeren Menschenansammlungen nicht wirksam kontrollierbar, so Landsberg. „Im Übrigen ist bekannt, dass auch frisch geimpfte Personen sich erneut infizieren können und damit auch eine Ansteckungsgefahr darstellen.“ Er forderte zudem „eine klare Positionierung der Ständigen Impfkommission, für welche Personengruppen die vierte Impfung – mit dem angepassten Impfstoff – dringend empfohlen wird“. Auch das Pandemiemanagement in den Schulen sollte aufgrund einer gemeinsamen Strategie der Länder aufgestellt werden, sagte Landsberg.

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„Es erscheint wenig überzeugend, etwa eine Maskenpflicht im Unterricht erst ab der sechsten Klasse beginnen zu lassen.“ Die Schulen seien Begegnungszentren für Schüler aller Altersklassen, so der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes. Er fügte hinzu: „Wir brauchen im Herbst und Winter auch wieder ein System von kostenlosen Schnelltests. Das ist eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung, die von Bund und Ländern getragen werden muss.“

Foto: Corona-Teststation, über dts Nachrichtenagentur

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