Kopf und Körper am Limit | Fehler des FV Illertissen begünstigen Sieg des 1.FC Nürnberg

Mit quasi zwei Eigentoren verhalf der FV Illertissen am Freitag Abend der zweiten Mannschaft des 1. FC Nürnberg zu einem 4:2(2:0) Auswärtssieg. Darunter war sozusagen ein ‚echtes‘, als Goson Sakai eine Hereingabe ins eigene Netz zum 2:4 Endstand bugsierte. Davor hatten die Illertisser beim Gegentor zum 0:1 so kräftig Schützenhilfe geleistet, dass die Nürnberger diesen kapitalen Schnitzer zu einem Treffer nutzen konnten.

Pexels Philipp Bruegger 5894435
Foto von Philipp Brügger von Pexels

Beim 0:1 in der 22. Minute ließ nämlich Torhüter Luka Nujic, der den verletzten Felix Thiel vertrat, eine Freistoßflanke genau vor die Füße von Damian Herth abprallen, der nur noch einzuschieben brauchte. Auch beim 1:3 direkt nach der Pause sah die sonst so zuverlässige Abwehr des FVI nicht gut aus. Sie ließ sich von einem einfachen weiten Ball überlisten und Tim Steinmetz konnte verwandeln. Er hatte auch bereits das 0:2 nach einer knappen halben Stunde(26.) erzielt, schloss eine Kombination aus etwa 12 Metern ab. Noch vor der Halbzeit wäre den Illertissern aber beinahe der Ausgleich gelingen. Zunächst traf Tim Bergmiller mit einem Schuss aus etwa 16 Metern, der noch abgefälscht wurde, zum 1:2(36.). Wenige Minuten später verhinderte der Pfosten bei einem Kopfball von Semir Telalovic den möglichen Ausgleich. Allerdings erhielten die Aufholjagdbemühungen der Illertisser ganz kurz nach Beginn der zweiten Hälfte(46.) durch das 1:3 einen kräftigen Dämpfer. Noch war das Spiel noch nicht verloren und nach dem 2:3(62.) durch Saisontor Nummer 8 von Semir Telalovic, der durchgelaufen war, keimten neue Hoffnungen auf. Der eingewechselte Kento Teranuma hätte dann sogar ausgleichen können, war jedoch bei einer Großchance am Fünfmeter zu unentschlossen. Prompt fingen sich die Illertisser bei einem Konter das 2:4(65.) ein, als Goson Sakai eine scharfe Hereingabe undlücklich ins eigene Netz abfälschte. Lobenswert, dass die Illertisser auch dann immer wieder alles probierten, doch die technisch beschlagenen Nürnberger Jungprofis konnten sich immer wieder herauskombinieren. „Man hat gemerkt, dass bei meinen Spielern heute Köpfe und Körper am Limit waren“ analysierte Illertissens Trainer Marco Konrad. „Wobei der Gegner eine gute Partie abgeliefert hat und wir es uns in der ersten Halbzeit ganz schwer gemacht haben. Es gab viele Ballverluste, durchaus auch auf die Müdigkeit zurückzuführen, irgendwann kann man das nicht mehr kompensieren.“

Gästetrainer Christian Fiel sprach von einem verdienten Sieg:“Meine Jungs haben viel investiert, viele Chancen herausgespielt, aber zu wenig genutzt. Insgesamt war es ein guter Schritt nach vorn.“