Die Kosten für das „Sozialticket“ in Höhe von 44 Euro bleiben bis 31. März 2023 unverändert – alternativ bis zu dem Zeitpunkt, an dem das von Bund und Ländern geplante bundesweit gültige 49-Euro-Ticket eingeführt wird. Dies gilt unabhängig von den  angekündigten Tarifanpassungen. Für den Zeitraum ab dem 1. April 2023 wird die Stadt Augsburg über die Fortführung des Sozialtickets neu entscheiden.

Strassenbahn
Foto: Dominik Mesch

Seit 2015 gibt es in Augsburg das so genannte „Sozialticket“. Es ermöglicht zum Beispiel Bezieherinnen und Beziehern von Sozialhilfe, Bus und Straßenbahn im Stadtgebiet (Tarifzone 10 und 20) zu einem ermäßigten Preis zu nutzen. Seit 1. Januar 2022 betragen die Kosten für das Sozialticket 44 Euro.

Angesichts der durch steigende Energiepreise angespannten finanziellen Situation vieler Haushalte hat die Stadt die seit 2017 geltende Regelung ausgesetzt, wonach die Kosten für die Eigenbeteiligung am Sozialticket jährlich dynamisiert und zum selben Prozentsatz wie die Preissteigerung der Monatskarte der Verkehrsbetriebe angepasst werden.

Sozialreferent Schenkelberg: „Eigenbeitrag bleibt stabil!“

Da zum 1. Januar 2023 durch die Augsburger Verkehrsbetriebe eine Tarifanpassung für den öffentlichen Personennahverkehr erfolgt, wäre dann auch der Preis für das „Sozialticket“ automatisch von 44 Euro auf 48,40 Euro angestiegen. „Der Eigenbeitrag von 44 Euro
bleibt stabil! Menschen mit finanziellem Unterstützungsbedarf haben somit gerade in den kommenden Wintermonaten finanzielle Planungssicherheit“, so Sozialreferent Martin Schenkelberg zur kommunalen Mobilitätsförderung.

Für den Zeitraum ab dem 1. April 2023, an dem wahrscheinlich auch das 49-Euro-Ticket eingeführt wird, wird Sozialreferent Martin Schenkelberg gemeinsam mit dem Jugend-, Sozial- und Wohnungsausschuss eine Anschlussregelung vorschlagen. Diese wird der Tatsache Rechnung tragen, dass das 49-Euro-Ticket gegenüber dem bisherigen Monatsticket einen deutlich größeren Leistungsumfang hat, da es deutschlandweit genutzt werden kann, aber auch, dass Menschen mit finanziellem Unterstützungsbedarf weiterhin verstärkt auf öffentliche Mobilitätsangebote angewiesen sind. Ein konkreter Vorschlag aber erst vorgelegt werden, wenn die Rahmenbedingungen des 49-Euro-Tickets verbindlich feststehen.

Berechtigter Personenkreis des Sozialtickets

Zu den berechtigten Personen, die das Sozialticket erwerben können, gehören:

  • Augsburger Empfängerinnen und Empfänger von Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld nach dem Sozialgesetzbuch Zweites Buch (SGB II) 
  • Augsburger Empfängerinnen und Empfänger von Grundsicherung oder Hilfe zum Lebensunterhalt nach dem Sozialgesetzbuch Zwölftes Buch (SGB XII)
  • Augsburger Empfängerinnen und Empfänger von Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG)

Die Beantragung ist online unter augsburg.de/sozialticket möglich. Antragsformulare in gedruckter Form gibt es bei den städtischen Dienststellen – etwa in den Bürgerbüros, in der
Bürgerinformation und im Amt für Soziale Leistungen, Senioren und Menschen mit Behinderung, Metzgplatz 1, 86150 Augsburg