Kreis Eichstätt | Mann verunglückt tödlich beim Eisbaden – Polizei warnt vor neuem Trend

Kurz nach 13 Uhr des gestrigen Sonntags, 14.02.2021, verunfallte ein 39-jähriger Eichstätter tödlich beim Eisbaden in einem Altwasserarm der Altmühl bei Landershofen.

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Symbolbild

Der Mann hatte einige Meter vom Ufer entfernt mit einem Beil zwei Löcher ins Eis geschlagen, um Eisbaden zu gehen. Der anschließende Versuch von einem Loch im Eis ins nächste zu tauchen, war laut Zeugenangaben jedoch gescheitert. Der Mann tauchte nicht mehr auf. Über den Notruf wurden Polizei und Feuerwehr verständigt. Die Feuerwehr musste die Eisschicht an mehreren Stellen aufschneiden, konnte den 39-Jährigen jedoch nicht verorten. Etwa eine Stunde später konnte ein Rettungstaucher der Wasserwacht den Verunglückten bergen.

Unter laufender Reanimation und stark unterkühlt wurde er von Kräften des Rettungsdienstes in ein Krankenhaus gebracht, wo die ärztlichen Bemühungen zur Wiederbelebung letztlich erfolglos blieben.
Die Polizei Eichstätt, die Feuerwehr Eichstätt, das Rote Kreuz Eichstätt, das Rote Kreuz Ingolstadt sowie die Wasserwacht Neuburg, Eichstätt und Ingolstadt waren vor Ort im Einsatz gewesen.

Die Sachbearbeitung in dem Fall wurde durch die Kriminalpolizei Ingolstadt übernommen. Ein Fremdverschulden kann wohl ausgeschlossen werden.

Das Eisbaden ist gerade im Lockdown ein zunehmend beliebtes, aber lebensgefährliches Hobby. Die Rettungskräfte raten deshalb dringend davon ab, diesem risikoreichen Trend zu folgen. Auch geübte Eistaucher und Eisschwimmer sollten – wenn überhaupt – niemals ohne Sicherung ins Wasser gehen und besonders Menschen mit Herz-Kreislauf- und Gefäßerkrankungen müssen im Zweifelsfall ganz auf den Trendsport verzichten.