Der Kreisabfallwirtschaftsbetrieb Günzburg hat in enger Zusammenarbeit mit der unteren Naturschutzbehörde zwei Eidechsenbiotope auf der ehemaligen Deponie Deffingen angelegt. Solch einen Lebensraum zu schaffen ist nicht schwierig und kann in jedem noch so kleinen Garten angelegt werden. Gerne können Interessierte das „Eidechsenbiotop“ als Anregung auf der rekultivierten Deponie besichtigen.

PM-194-2018-Bild-1-Lebensraum-für-Eidechsen Kreis Günzburg | Aus einer Deponie ist neuer Lebensraum für Eidechsen entstanden Freizeit Günzburg Landkreis News Wirtschaft Deponie Deffingen Eidechsenbiotope Kreisabfallwirtschaftsbetrieb Günzburg | Presse Augsburg
Nach fachgerechter Überprüfung wird das Biotop von (v.l.:) Ottmar Frimmel, Naturschutzbeauftragter des Landratsamtes und Jochen Hammerdinger vom Kreisabfallwirtschaftsbetrieb, vorgestellt | Foto: Karin Rauner

 

Wichtiges Kriterium war zunächst die Standortauswahl. Da Eidechsen als wechselwarme Tiere Sonnenliebhaber sind, wurden beide Biotope nach Süden ausgerichtet. Es ist nicht ausreichend nur Steinhaufen aufzuschichten, da Eidechsen keine reinen Steinbewohner sind. Ihre Lebensraumansprüche sind differenzierter. Neben den Steinen benötigen sie ein Gemenge von Sand, Kies, Totholz, Wurzelstubben, Laub und Hackschnitzel. Sehr vorteilhaft ist es, wenn das Biotop noch durch lockere Gehölze teilweise beschattet wird. Durch die Verwendung dieser unterschiedlichen Materialien entstehen viele Unterschlupfmöglichkeiten. Bei Gefahr können sich die Eidechsen schnell in den Spalten und Hohlräumen in Sicherheit bringen. Zersetzendes Laub und Hackschnitzel sind die ideale Voraussetzung für Eiablageplätze, den künftigen Kinderstuben. Im Laufe der Zeit werden sich auch verschiedene Gräser und Kräuter ansiedeln und das Eidechsenbiotop noch attraktiver gestalten. Als einziger pflegender Eingriff ist es erforderlich das aufkommende Gehölz zu beseitigen. Ein Zuwachsen und Beschatten dieses sogenannten „Trockenbiotops“ muss vermieden werden.

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Foto: Karin Rauner

Die Initiatoren des Projekts hoffen das Interesse möglichst vieler Grundstücks- und Gartenbesitzer geweckt zu haben und wünschen sich regen „Nachbau“.

Für weitere Informationen stehen Ottmar Frimmel (Tel.-Nr.: 08221-95 307) oder Josef Schmid (Tel.-Nr.: 08221- 95 343) von der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Günzburg zur Verfügung