Kreis Günzburg | Zusammengeschlagen und Bierflasche in den After eingeführt – Schläger auf Bewährung verurteilt

Ein Fall besonderer Brutalität ereignete sich im März diesen Jahres in einer kleinen Ortschaft im Landkreis Günzburg. Zwei Männer verprügelten und demütigten ihr Opfer auf besondere Art. Einer der Schläger wurde nun vom Augsburger Amtsgericht zu einer Bewährungsstrafe verurteilt.verwaltungsgerichte-haelfte-aller-verfahren-mit-asylbezug-1 Kreis Günzburg | Zusammengeschlagen und Bierflasche in den After eingeführt - Schläger auf Bewährung verurteilt Augsburg Stadt Günzburg News Polizei & Co | Presse Augsburg

Der Angeklagte soll sich an einem späten Nachmittag im März des Jahres 2020 Zugang zum verschlossenen Zimmer des Geschädigten in einer kleinen Ortschaft im Landkreis Günzburg verschafft haben, welcher dort in seinem Bett schlief. Gemeinsam mit einem anderweitig verfolgten Mittäter schlugen sie den Geschädigten zunächst brutal zusammen. Der Geschädigte erlitt u.a. einen Unterkieferbruch, Rippenbrüche, einen Nasenbeinbruch sowie ein Schädelhirntraume. Im Anschluss hielt der Angeklagte den Geschädigten fest, während der anderweitig Verfolgte Mittäter dem Geschädigten die Hose und Unterhose des Geschädigten herunterzog und eine Plastikbierflasche in den After des Geschädigten einführte. Aufgrund der Gegenwehr des Geschädigten entwickelte sich eine Rangelei, bei der der Angeklagte nach einem spitzen Küchenmesser mit einer Klingenlänge von ca. 10 cm griff. Damit führte eine Stichbewegung in Richtung des Geschädigten aus. Unbeabsichtigt traf er jedoch nicht den Geschädigten, sondern den anderweitig verfolgten Mittäter in dessen Bein.

Als dann eine Mitbewohnerin des Geschädigten das Zimmer betrat und den Angeklagten aufforderte, von dem Geschädigten abzulassen, schlug ihr der Angeklagte mehrmals mit der Faust ins Gesicht, wodurch die Mitbewohnerin einen Nasenbeinbruch und ein Schädelhirntrauma erlitt.

Dem 38-jährigen Schläger liegt gefährliche Körperverletzung und Vergewaltigung und Körperverletzung zur Last. Das Amtsgericht Augsburg ist als Haftgericht zuständig.

Das Verfahren endete nun dort mit einer Verurteilung d. Angeklagten wegen gefährlicher Körperverletzung (nicht aber wegen – wie angeklagt – Vergewaltigung) wie folgt: Freiheitsstrafe von 1 Jahr und 6 Monaten, ausgesetzt zur Bewährung. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.