Kreis Weißenburg-Gunzenhausen | 47-Jähriger rastet komplett aus und wird durch Polizeischüsse tödlich verletzt

Der Gunzenhausener Ortsteil Frickenfelden im mittelfränkischen Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen: Normalerweise ist es hier ruhig und friedlich. Doch kurz nach Mitternacht geht ein Notruf ein. Eine Person, möglicherweise mit einem psychischen Ausnahmezustand, randaliert in der Lindenstraße.
 
2022 02 25 Vifogra Kriminalitaet Frickenfelden 09
Foto: vifogra / Goppelt
 
Eine Streifenwagenbesatzung der örtlich zuständigen Polizeiinspektion macht sich sofort auf den Weg zum Ort des Geschehens. Als die Beamten an der genannten Örtlichkeit ankommen, stellen sie eine Rauchentwicklung und Flammen aus einem Haus fest. Daraufhin alarmierten sie die Feuerwehr, welche rasch vor Ort ist. Doch während des Einsatzes kommt plötzlich der 47-jährige Hausbewohner mit einem Messer auf die Einsatzkräfte zu. Der 47-Jährige bedrohte im Anschluss die Einsatzkräfte mit dem Messer und griff diese an.

Trotz einer mehrmaligen Abgabe von Pfefferspray auf den 47-Jährigen, zeigt das Reizgas keine Auswirkung. Deswegen greifen die Beamten zur Dienstwaffe und Feuern Schüsse ab. Nach einer Erstversorgung bringt der Rettungsdienst den Schwerverletzten in ein Krankenhaus – dort erliegt er kurze Zeit später seinen Verletzungen.

„Die Beamten stehen jetzt natürlich unter dem Eindruck der Geschehnisse. Sie werden derzeit auch dementsprechend auch psychologisch betreut. Sie sind körperlich unverletzt, aber es ist natürlich für alle Einsatzkräfte, die hier vor Ort sind, ob das jetzt Rettungsdienst, Feuerwehr oder auch die Polizei ist, ja schwer, ein schweres Einsatzgeschehen“, erklärt Michael Petzold in seiner Funktion als Pressesprecher des Polizeipräsidiums Mittelfranken.

„In solchen Fällen übernimmt das Bayerische Landeskriminalamt die weitere Sachbearbeitung. Es werden umfangreich Spurensicherungsmaßnahmen durchgeführt. Weiterhin steht im Fokus die psychologische Betreuung der Einsatzkräfte. Dann hoffen wir auf diesem Wege auch die Hintergründe der Geschehnisse auch zu ermitteln“, so Petzold weiter