Krumbach | Bankmitarbeiter verhindert Betrug mit Gewinnversprechen

 Eine 56-jährige Frau erhielt einen Anruf von einer angeblichen Geldtransportfirma, dass sie 39.000 Euro gewonnen hätte. Um den Gewinn zu erhalten, sollte die Frau jedoch im Voraus eine Bearbeitungsgebühr von 2.900 Euro bezahlen.

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Symbol-Bild von moerschy auf Pixabay

Diesen Betrag sollte die „Gewinnerin“ bei einem Zahlungsdienstleister in bar einzahlen und ins Ausland transferieren. Als die Frau zur Bank ging und das Geld abheben wollte, wurde sie vom Bankmitarbeiter auf den Betrug aufmerksam gemacht. Danach erschien sie zur Anzeigenerstattung bei der Polizeiinspektion Krumbach.

Die Vorgehensweise

Das Versprechen angeblich hoher Gewinne ist eine Masche, die Betrüger in den unterschiedlichsten Varianten anwenden. Sie melden sich zumeist per Telefon – manchmal auch per E-Mail – bei ihren Opfern und behaupten, diese hätten bei einem Gewinnspiel eine hohe Summe, einen hochwertigen Pkw oder anderen Sachwert gewonnen. Allerdings könne der Gewinn nur nach Zahlung einer „Bearbeitungsgebühr“ übergeben werden.
Die Täter geben klare Zahlungsanweisungen: Sie schicken ihre Opfer beispielsweise zur Post, um die angeblichen Kosten – häufig eine Summe von mehreren hundert bis über tausend Euro – zu überweisen, zum Beispiel per Bargeldtransfer, wie im geschilderten Fall. Empfänger sind überwiegend Personen im Ausland.
Auch werden Opfer dazu aufgefordert, Prepaid-Karten für Online-Käufe zu erwerben. Diese Karten gibt es als Gutscheine an vielen Tankstellen sowie in Einzelhandelsgeschäften. Mit den Guthabenkarten erhält der Käufer eine individuelle Nummer (PIN). Diese Nummer ist quasi Bargeld, denn wer sie hat, kann damit im Internet einkaufen. Deshalb erfragen die Betrüger unter einem Vorwand die Gutschein-Nummer bei ihren Opfern, um damit im Internet auf Einkaufstour gehen zu können.

Die Zahlen zur Masche

Auch im ersten Monat des neuen Jahres verzeichnet die Polizei bereits wieder etliche Anrufe von Betrügern.
Im gesamten Zuständigkeitsbereich meldeten Bürgerinnen und Bürger im Januar schon neun Anrufe alleine dieser Masche. Im Landkreis Günzburg registrierte die Polizei bislang einen Anruf, den der Angerufene allerdings als Betrugsversuch erkannte. Insgesamt hatten die Betrüger dieses Jahr schon in zwei Fällen Erfolg, der entstandene Schaden beträgt bislang rund 500 Euro.

Die Empfehlungen

Die Polizeiinspektion Krumbach rät:
• Machen Sie sich bewusst: Wenn Sie nicht an einer Lotterie teilgenommen haben, können Sie auch nichts gewonnen haben!
• Geben Sie niemals Geld aus, um einen vermeintlichen Gewinn zu erhalten, zahlen Sie keine Gebühren.
• Geben Sie niemals persönliche Informationen weiter: keine Telefonnummern und Adressen, Kontodaten, Bankleitzahlen, Kreditkartennummern oder Ähnliches.
• Erkundigen Sie sich im Zweifel bei ihrer Polizei.
Informationen zu dieser und weiteren Betrugsmaschen finden Sie auf den polizeilichen Präventionsseiten im Internet.