Der stellvertretende FDP-Vorsitzende und Bundestagsvizepräsident, Wolfgang Kubicki, hat das Bewerbungsverfahren der SPD für einen neuen Parteivorsitz kritisiert. „Das aktuelle Casting der SPD ist ja tatsächlich an Peinlichkeit kaum noch zu überbieten“, sagte Kubicki der RTL/n-tv Redaktion. Das gehe nach dem Motto: „Wir wollen uns jetzt wieder liebhaben und gut zueinander sein“, so der FDP-Politiker weiter. kubicki-kritisiert-spd-bewerbungsverfahren Kubicki kritisiert SPD-Bewerbungsverfahren Politik & Wirtschaft Überregionale Schlagzeilen 2017 2019 Angela Merkel Bund Bundestag Bundestagswahl Casting CDU Ergebnis FDP Jamaika Koalition MAN Menschen merkel Probleme Redaktion Retten Rettung Robert Habeck SPD Union Wahl Weil | Presse AugsburgSPD-Tour am 07.09.2019 in Bernburg, über dts Nachrichtenagentur

Wenn die SPD aus der Großen Koalition aussteige, werde sie bei der nächsten Wahl ein einstelliges Ergebnis einfahren. „Keiner wählt sie aus Mitleid. Ich habe übrigens auch keins mehr mit ihr“, sagte Kubicki.

Zudem warnte er die Politik davor, sich in der Skizzierung von Untergangsszenarien gegenseitig zu überbieten. „Die Menschen können den Alarmismus nicht mehr ertragen“, so der Bundestagsvizepräsident. Zunächst einmal müsse man „die Welt nicht retten, weil die Welt nicht morgen oder übermorgen untergeht und wir nicht morgen oder übermorgen ersticken“, so der FDP-Vize weiter. Vor allem gelinge die Rettung des Klimas nicht durch Verzicht, sondern durch Technik.

Verzicht selbst sei im Übrigen „dumm“. „Ich kenne keine Phasen der Weltgeschichte, in der Sie Fortschritt durch Verzicht erzielt haben. Askese ist etwas für Leute, die persönliche Probleme haben“, sagte Kubicki. Die Koalitionsverhandlungen 2017 zwischen Union, FDP und Grünen bezeichnete der Bundestagsvizepräsident als traumatisch.