Kuka streicht jede zehnte Stelle am Standort Augsburg

Der Roboterhersteller Kuka gab bekannt, dass er in Augsburg kräftig Stellen abbauen wird. Grund dafür sind bereits angekündigte Sparmaßnahmen. Ein Zusammenhang mit der Investorenübernahme von vor zwei Jahren würde nicht bestehen.

Wieder eine schlechte Nachricht für den Wirtschaftsstandort Augsburg. Der Roboterhersteller Kuka wird am Unternehmenssitz in Augsburg fast jede zehnte Stelle abbauen. Rund 4.000 Mitarbeiter sind aktuell hier beschäftigt, 350 Vollzeitstellen sollen werden. Der Abbau soll sozialverträglich erfolgen.

Grund für die Streichung sind die bereits zum Jahresbeginn angekündigten Sparmaßnahmen. 300 Millionen Euro will die Unternehmensführung bis 2021 weniger ausgeben müssen. Auch die aktuelle Auftragslage wird als Begründung genannt.

Bürgermeisterin Weber begrüßt Bekenntnis zum Standort

„Auch wenn der Arbeitsmarkt derzeit aufnahmefähig ist und als gut eingestuft werden kann, wird mit dem Stellenabbau unweigerlich ein Verlust an Kompetenz und Knowhow verbunden sein. Ganz unabhängig davon, dass hinter jeder wegfallenden Stelle auch ein persönliches Schicksal steht“, so Wirtschaftsreferentin Eva Weber. „Daher begrüße ich es sehr, dass Kuka angekündigt hat, den Stellenabbau sozialverträglich zu gestalten.“

Grundsätzlich ist festzuhalten, dass der aktuelle Stellenabbau nichts mit der chinesischen Gesellschafterposition zu tun hat. Die Investorenvereinbarung beinhaltet, dass für einen Zeitraum von 7,5 Jahren eine Eigenständigkeit des Unternehmens in Augsburg gewährleistet wird. „Dies ist die längste laufende Investorenvereinbarung, die mir bekannt ist“, so Weber weiter. „Der angekündigte Personalabbau resultiert vielmehr aus der Auftragslage. Jedes Unternehmen würde in einer vergleichbaren Situation ähnlich reagieren: Wenn die Auftragslage sich nicht wie erwartet gestaltet, muss entsprechend reagiert werden.“

Aus dem Augsburger Rathaus heißt es, entscheidend ist für die Stadt, dass Kuka am Standort Augsburg verankert bleibt. Dies ist sei derzeit deutlich am regen Baubetrieb auf dem Kuka-Gelände an der Zugspitzstraße abzulesen. „Die Investitionen im dreistelligen Millionenbereich ist ein starkes Bekenntnis zum Standort Augsburg“, so Eva Weber.