Um das Unternehmen langfristig zukunftsfähig aufzustellen und auf einen nachhaltig profitablen Wachstumskurs zu führen, hat der KUKA Vorstand ein umfassendes Sofortpaket mit vier Schlüsselfeldern verabschiedet: ein Effizienzprogramm mit Schwerpunkten auf den indirekten Bereichen wie etwa Verwaltung, Einkauf, Vertrieb und im Projektmanagement, eine deutsch-chinesische Taskforce als Treiber für die chinesischen Joint Ventures sowie die Entwicklung spezifischer Produkte für den asiatischen Markt, eine Fokussierung der Investitionen in Forschung & Entwicklung (F&E) mit kürzeren Entwicklungszyklen sowie eine kundenfokussiertere und weniger zentrale Organisationsstruktur.

Mit dem starken Wachstum von KUKA in den letzten Jahren – von 900 Millionen auf 3,5 Milliarden Euro Umsatz seit 2009 – sind nach Angaben des Unternehmens auch die Kosten deutlich gestiegen und teilweise Ineffizienzen entstanden. Daher will KUKA jetzt ein Effizienzprogramm aufsetzen, das bis 2021 insgesamt Einsparungen von über 300 Millionen Euro erbringen soll. Ein substanzieller Teil dieser Einsparungen soll schon 2019 erzielt werden. Treiber liegen unter anderem in Verwaltung, Vertrieb, Einkauf und Projektmanagement. Das Effizienzprogramm wird auch Personalmaßnahmen umfassen. Details dazu waren allerdings noch nicht zu erfahren. Allerdings wurde von Midea in der Investorenvereinbarung eine Jobgarantie bis 2023 gegeben. In einem ersten Schritt könnten deshalb unter Umständen frei werdenden Stellen nicht mehr nachbesetzt werden, Vorruhestandsregelungen getroffen und Mitarbeiter von Leiharbeitsfirmen unter den Sparmaßnahmen leiden.

„Die Konjunktur haben wir nicht in der Hand“, so Peter Mohnen, „aber wichtige interne Stellschrauben können wir drehen. Genau das tun wir mit unserem Sofortpaket. Wir bauen auf unseren Stärken auf und arbeiten konsequent an unseren Schwächen: Dabei stellen wir unsere Kunden in den Mittelpunkt, sparen wo es nötig ist, und investieren gleichzeitig in unsere Innovationsfähigkeit.“

(pm/pa)