Kultur- und Kreativareal – Künstler ziehen ins Augsburger Gaswerk ein

Nach dem Staatstheater Augsburg ziehen jetzt die ersten Künstler vom Reese-Gelände auf das Gaswerkareal.

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Mit Blick auf den Gaskessel: Monika Sattler hat sich im Ofenhaus-Neubau schon eingerichtet. | Foto: swa / Thomas Hosemann

In den vergangenen Monaten haben die Stadtwerke Augsburg (swa) als Eigentümer des Gaswerks die Räume für die neuen Mieter hergerichtet. 34 Künstler aller Genres, von der Ölmalerei bis zur Straßen-Fotografie, werden zunächst im März in den Neubau des „Ofenhauses“ sowie das ehemalige „Sozialgebäude“ ziehen. Im April folgen Musiker in den „östlichen Werkstätten“ und bis Mitte kommenden Jahres wird das „Reinigergebäude“ von den swa für Bands hergerichtet. Insgesamt werden 120 Künstler vom Reese-Areal auf das Gaswerksgelände umziehen.

Seit gut zwei Jahren laufen die Arbeiten für die neue Nutzung des Gaswerks auf Hochtouren. Im Januar hatte das Staatstheater seine erste Premiere in der neuen brechtbühne als Interimsspielstätte. Außerdem steht das Parkhaus mit 360 Stellplätzen sowie der Restaurantbereich zur Verfügung. Die Küche wird bis April fertig. Dann wir der Ofenhaus-Gastronom Tobias Emminger von Stadtjäger den Vollbetrieb des Restaurants aufnehmen. Das Staatstheater und die Stadt Augsburg mieten die Flächen für die Theaterräumlichkeiten und die Künstlerateliers von den swa und betreiben diese in Eigenregie. Die Kaltmiete beträgt für die Künstlerateliers und Übungsräume fünf Euro pro Quadratmeter.

5.000 Quadratmeter sind für die Künstler des Reese-Areals auf dem Gaswerk reserviert. Insgesamt werden etwa 120 Künstler auf das neue Gelände ziehen. Rund 700 Quadratmeter stehen ihnen im Neubau des Ofenhauses auf einer eigenen Etage zur Verfügung. Ins Sozialgebäude ziehen weitere 18 Kunstschaffende ein. Im April folgen Musiker und Bands in 27 Räume der östlichen Werkstätten. Weitere 60 Bands folgen Mitte kommenden Jahres, wenn das Reinigergebäude saniert ist.

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Tanja Wasser ist von der Helligkeit in ihrem neuen Atelier begeistert.
Foto: swa / Thomas Hosemann

Das ehemalige Gaswerk Augsburg-Oberhausen wird von den Eigentümern, den Stadtwerken Augsburg (swa), zusammen mit der Stadt Augsburg zu einem Zentrum für Künstler, Theater, Kultur- und Kreativwirtschaft entwickelt. Dafür wird in den kommenden Jahren auch eine ganze Reihe neuer Gebäude auf dem Areal entstehen. Schließlich geht es für die Stadtwerke darum, ein Zentrum zu schaffen, an dem sich Kreative und freie Kultur mit dem Theater Augsburg, mit etablierten Unternehmen der Kultur- und Kreativwirtschaft sowie jungen Start-Ups an einem Ort vernetzen und gegenseitig bereichern können.

Die Freiflächen werden von den swa zu einem Areal für Festivals und Open-Air-Konzerte hergerichtet. So findet vom 20. bis 22. Juni auf dem Gaswerksareal erstmals das Modular-Festival mit rund 10.000 Besuchern täglich statt. Die swa wollen das Gelände so Schritt für Schritt entwickeln, langfristig Interesse wecken bei Kunst-, Kulturschaffenden sowie Unternehmen der Kultur- und Kreativwirtschaft und für die Bürger öffnen. Ein Musik-Club könnte sich dabei ebenfalls auf dem Gelände ansiedeln, wie weitere Gastronomie.