Kurzarbeiterregelungen sorgt für relativ robuste Arbeitsmarktlage in Bayern

Die Zahl der Arbeitslosen in Bayern hat sich im Januar etwas erhöht. Das geht aus den heute vom Landesamt für Statistik veröffentlichten Zahlen hervor. Dazu Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Der bayerische Arbeitsmarkt liefert zum Jahresauftakt keine negative Überraschung. Der moderate Anstieg der Arbeitslosenquote im Januar im Vergleich zum Vormonat liegt im saisonal üblichen Rahmen. Dennoch leiden einzelne Branchen wie Gastronomie, Tourismus und Teile des Einzelhandels weiter massiv unter dem anhaltenden Lockdown.“

Employment Office 2157225 1280
Bild von andreas160578 auf Pixabay

Die Arbeitslosenquote in Bayern erhöhte sich von Dezember auf Januar um 0,6 Prozentpunkte auf 4,2 Prozent. Der Abstand zum Vorjahresniveau blieb mit 0,9 Prozentpunkten stabil.   

Aiwanger weiter: „Die relativ robuste Arbeitsmarktlage ist den umfangreichen Kurzarbeiterregelungen zu verdanken. Es war richtig, auf dieses Instrument zu setzen. Die für den Aufschwung dringend benötigten Fachkräfte können im Unternehmen gehalten werden. Wir schaffen so eine Perspektive für viele vom Lockdown betroffene Betriebe.“

Die Stabilität habe aber auch ihren Preis, erläutert der Minister: „Im abgelaufenen Jahr hat die Bundesagentur für Arbeit 22,1 Mrd. Euro für Kurzarbeitergeld ausgegeben. Das ifo Institut schätzt, dass allein in Bayern noch immer rund 337.000 Menschen in Kurzarbeit sind. Es ist absehbar, dass die Reserven der BA bald aufgebraucht sind. Wichtig ist daher, rasch eine Öffnungsstrategie für Handel, Gastronomie und Dienstleistungssektor auf den Weg zu bringen, die dem Schutz der Gesundheit und der Existenzsicherung der Unternehmen gerecht wird. Aus Kurzarbeit darf nicht Arbeitslosigkeit werden.“ 

In den bayerischen Regierungsbezirken lagen die Arbeitslosenquoten zwischen 3,7 Prozent in Unterfranken sowie 4,6 Prozent in Niederbayern und Mittelfranken und somit überall weit unter dem Bundesdurchschnitt von 6,3 Prozent.