Lage wird zunehmend diffuser – Weiter stark steigende Fallzahlen im Landkreis Dillingen

Zunehmend besorgt hat Landrat Leo Schrell darauf reagiert, wie sich die Corona-Lage im Landkreis Dillingen zu Beginn der Herbstferien darstellt.covid-19-4982910_1280 Lage wird zunehmend diffuser - Weiter stark steigende Fallzahlen im Landkreis Dillingen Dillingen Freizeit Gesundheit News Newsletter Corona covid-19 Dillingen Schrell | Presse Augsburg

Unverändert stark steigende Fallzahlen, zahlreiche Schulklassen in Quarantäne, erkrankte Mitarbeiter sowohl in Bildungs- als auch in Pflegeeinrichtungen, ein bestätigter Fall in einer Asylunterkunft und mehrere Covid-Patienten, die klinisch versorgt werden müssen, zeichnen derzeit ein diffuses Bild. Hinzukommt, dass die Beschäftigten im Gesundheitswesen längst über der Belastungsgrenze arbeiten. Schrell dankt deshalb allen Berufsgruppen, die sich seit Monaten und derzeit wieder sehr intensiv bei der Bewältigung der Pandemie mit hohem persönlichem Einsatz engagieren.

Neben der Ärzteschaft sowohl im Bereich der niedergelassenen Haus- und Fachärzte als auch der beiden Kreisklinken nennt Schrell vor allem das Pflegepersonal sowohl in den Kliniken als auch in den Pflege- und Behinderteneinrichtungen, die medizinischen Fachangestellten in den Arztpraxen und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im öffentlichen Gesundheitsdienst.

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Als große Hilfe bezeichnet Schrell vor allem auch die Amtshilfe der Bundeswehr beim Betrieb des Testzentrums und im Contact-Tracing (CTT) in der Weberstraße. „Die Soldaten des Standortes Dillingen und die Sanitätskräfte vom Standort Dornstadt sind uns eine wertvolle Unterstützung“, so der Landrat. Nur so sei es möglich, die Kapazität des Testzentrums mit bis zu 200 Testungen am Tag ausschöpfen und die Kontaktnachverfolgung noch sicherstellen zu können. Zwischenzeitlich werden vom Landratsamt bei der Kontaktnachverfolgung auch ehrenamtliche Kräfte eingesetzt, die sich aktiv beim Landratsamt gemeldet und ihre Hilfe und Unterstützung angeboten haben. „Dies ist ein tolles Zeichen der Solidarität“, dankt Schrell für die Initiative.

27 neue Fälle am Samstag – Frau gestorben

Allein am Samstag, 31. Oktober 2020, wurden dem Gesundheitsamt bis zum frühen Nachmittag weitere 27 neue Fälle gemeldet. „Wir lassen nichts unversucht, die Kontaktverfolgung so gut wie nur möglich sicherzustellen“, betont Landrat Leo Schrell.

Am Freitag wurde dem Gesundheitsamt ein erster Todesfall gemeldet. Dabei handelt es sich um eine über 90-jährige, die seit mehreren Jahren ihren Lebensmittelpunkt nicht mehr im Landkreis Dillingen hatte, sondern im Raum Augsburg bei Familienangehörigen lebte und von diesen gepflegt wurde.

Sie verstarb mit einer Covid-19-Infektion einen Tag nach einer stationären Aufnahme im Landkreis AichachFriedberg.

Der Schutz der vulnerablen Gruppen, also der Menschen, die beispielsweise wegen einer Behinderung, einer Pflegebedürftigkeit oder einer schweren Vorerkrankung eines besonderen Schutzes bedürfen, genießt derzeit beim Gesundheitsamt allerdings Priorität. Hintergrund sind bestätigte Fälle von jeweils einer Mitarbeiterin in drei Pflegeeinrichtungen im Landkreis. Zwischenzeitlich wurden alle Kontaktpersonen unter den Mitarbeitern der Einrichtungen bzw. der Bewohner erfasst und die erforderlichen Testungen durchgeführt sowie die Quarantäne verfügt.

Coronafall in Asylunterkunft

Daneben wurde dem Gesundheitsamt am Freitag, 30. Oktober 2020, ein bestätigter Fall in einer dezentralen Asylunterkunft in Dillingen gemeldet. Die erkrankte Person wurde zwischenzeitlich in einer separaten Quarantäne-Einrichtung im Landkreis untergebracht. Zudem wurden die Bewohner der beiden dezentralen Einrichtungen, in denen sich die erkrankte Person in den letzten Tagen aufhielt, vom mobilen Team des Gesundheitsamtes am Samstag, 31. Oktober 2020, getestet und ebenfalls unter Quarantäne gestellt. Dabei handelt es sich um insgesamt 14 Personen.