Landet ein Engel beim FC Augsburg, wenn Weinzierl geht?

Auch wenn eine endgültige Aussage noch immer fehlt, Erfolgscoach Markus Weinzierl wird den FC Augsburg wohl in Richtung Schalke 04 verlassen. Wer wird für ihn in der sechsten Bundesligasaison der Vereinsgeschichte auf dem Trainerstuhl sitzen. Namen werden viele gehandelt, doch am Ende könnte einer in der FCA-Arena landen, den so die Wenigsten auf dem Zettel hatten.

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Weinzierls Blick geht zu Schalke. Doch wer kommt dann? | Foto: Wolfgang Czech

Als am vergangenen Samstag gegen 17:20 Uhr der Klassenerhalt perfekt war, feierten die Spieler und Verantwortlichen des FC Augsburg vor und mit den rund 3.000 mitgereisten Schlachtenbummlern in der Arena auf Schalke. Alle waren sie in die Gästekurve gekommen. Sogar Präsident Klaus Hofmann und Prokurist Michael Ströll hatten sich dort hinbegeben, Manager Stefan Reuter sowieso. Doch einer fehlte bei diesem Festakt: Trainer Markus Weinzierl. Der Niederbayer hatte sich nach einem kurzen Händeschütteln in den Kabinenbereich zurückgezogen. Wollte er die Tabelle nachrechnen, um zu sehen ob es wirklich reicht oder den Triumph im stillen Kämmerchen genießen. Wohl eher nicht. Eher wollte der clevere Fußballlehrer es sich nicht mit den Fans seines künftigen Vereins verscherzen.

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Die Co-Trainer mussten ohne Chef feiern. Im Hintergrund Präsident Hofmann. | Foto: Wolfgang Czech

Für Schalke ging mit dem 1:1 gegen den FCA schließlich der Traum von der Champions League-Teilnahme zu Ende. Eine Feierstunde des Mannes, der die Königsblauen jetzt wohl in der Europa League coachen soll, wäre da wohl schlecht angekommen. Denn eines scheint inzwischen klar, sollte der 41-jährige die Fuggerstadt verlassen, dann nur in Richtung Schalke 04. Dort war er vor der Saison der Wunschkandidat des Aufsichtsratsvorsitzenden Clemens Tönnies und dies ist er immer noch. Der allmächtige Schalke-Boss wurde nie so richtig warm mit Breitenreiter, der als Kandidat des nun geschassten Managers Horst Heldt wohl nichts anderes als ein Platzhalter war. Obwohl keine Ziele in die Öffentlichkeit getragen wurde, gilt die erneute Qualifikation für die Europa League im Kohlenrevier als Scheitern an den eigenen Wünschen. Nun soll es also Breitenreiters ehemaliger Mannschaftskamerad auch Unterhachinger Zeiten richten.