Das Landgericht Augsburg hat eine Beschwerde des bekannten Youtubers Leon Machère gegen eine Verurteilung durch das Amtsgericht Augsburg zurückgewiesen. Der Strafbefehl ist damit rechtskräftig.

Screenshot Youtube

Die 1. Strafkammer des Landgerichts Augsburg hat gestern unter Vorsitz von Richterin Sandra Mayer die sofortige Beschwerde des Youtubers Leon Machère gegen einen Beschluss des Amtsgerichts Augsburg zurückgewiesen.

Dieses hatte den Einspruch des Angeklagten gegen den Strafbefehl verworfen, weil weder der Angeklagte noch ein Verteidiger vor Gericht erschienen sind. In dem Strafbefehl war gegen den Angeklagten wegen Beleidigung in 4 Fällen eine Geldstrafe von insgesamt 32.500,- Euro verhängt worden (wir berichteten).

Der Strafbefehl ist damit rechtskräftig, denn gegen die Entscheidung des Landgerichts gibt es kein Rechtsmittel mehr.

Dem Strafbefehl zugrunde lag ein Vorfall, im März vergangenen Jahres zu Grunde. Bei einem öffentlichen Auftritt in Augsburg sorgte der Auftritt des „Youtube-Stars“ Leon Machère in für Aufregung. Am Königsplatz hatte sich auf Grund des Erscheinens des 25-Jährigen eine Ansammlung von ca. 1.200 Jugendlichen und Kindern gebildet. Da die Situation auszuufern drohte, wurde Machère auf die Wache der Polizeiinspektion Augsburg Mitte verbracht. Auf der Wache der Polizei angekommen, beleidigte er  die anwesenden Polizeibeamten, indem er sie teilweise mit „Du“ anredete.

Am gleichen Tag lud der Angeklagte auf der Plattform „Snapchat“ ein Video hoch, indem die am Einsatz beteiligten Polizeibeamten mit den Worten „die ganzen scheiß Polizisten haben meine ganzen Jungs jetzt mitgenommen“ beleidigt wurden. Im Rahmen zweier weiterer Videos, die er ebenfalls über „Snapchat“ oder „Youtube“ veröffentlichte, beleidigte er einen Polizeibeamten als „Azubi, Auszubildenden im zweiten Lehrjahr“ oder „Rüdiger Du kleiner P…“.