Bereits im Januar diesen Jahres wurde ein Ehepaar aus dem Landkreis Augsburg von Callcenter-Betrügern angerufen. Diese gaben sich als angebliche Polizeibeamte aus und schilderten einen fiktiven Einbruch in der Nachbarschaft. Dadurch sei auch das Geld der Angerufenen in Gefahr.

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Symbolbild

Der falsche Polizeibeamte wies das Ehepaar an, einem angeblichen Kollegen deren Barschaften zu übergeben, um es vorrübergehend sicher zu verwahren. Tatsächlich kam es in der Folge zu einer Geldübergabe zwischen den Eheleuten und einem falschen Polizeibeamten.

Die bereits bestehende „EG Callcenter“ der KPI (Z) Augsburg führte auch in diesem Fall umfangreiche Ermittlungen und konnte schließlich Mitte März drei Tatverdächtige festnehmen. Zum Teil stehen diese im Verdacht an der Tat im Landkreis Augsburg und darüber hinaus auch in anderen Regionen beteiligt gewesen zu sein. Zwei der drei Tatverdächtigen befinden sich derzeit in Untersuchungshaft.

Außerdem gelang es den Ermittlern, Hintermänner dieser und weiterer Taten zu identifizieren. Diese sollen sowohl an der Tat im Landkreis Augsburg sowie in München beteiligt gewesen sein. Die Staatsanwaltschaft Augsburg erwirkte daraufhin beim zuständigen Amtsgericht Augsburg Durchsuchungsbeschlüsse sowie Haftbefehle gegen alle drei Tatverdächtigen.
In den frühen Morgenstunden des gestrigen Donnerstags (31.03.2022) konnten die drei Männer in ihren Wohnungen in Lingen (Niedersachsen) festgenommen werden.

Bei den Durchsuchungen stellten die Beamten Beweismittel sicher. Die KPI (Z) Augsburg wurde bei den Festnahmen und Durchsuchungen von (Spezial)Einsatzkräften der Polizei Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen tatkräftig unterstützt.
Die drei Männer im Alter von 20 bis 30 Jahren wurden heute dem Ermittlungsrichter am Amtsgericht Augsburg vorgeführt. Er setzte die bestehenden Haftbefehle in Vollzug. Auch dieses Trio sitzt nun in Untersuchungshaft. Nähere Angaben können derzeit aus ermittlungstaktischen Gründen nicht gemacht werden.

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