Landkreis Augsburg | Termine für Sonder-Impfwochenende ausgebucht

Mit einer besonderen Aktion konnte der Landkreis Augsburg in dieser Woche einen großen Schritt in die richtige Richtung im Kampf gegen die Corona-Pandemie machen.

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Foto: Wolfgang Czech

Landrat Martin Sailer hatte eine Möglichkeit des Freistaates genutzt und neben der regulären Impfstofflieferung von 5.500 Impfdosen für die 15. Kalenderwoche 3.500 zusätzliche Impfdosen des Vakzins AstraZeneca für ein Sonder-Impfwochenende organisiert. Die Termine für das Impfwochenende wurden ab Dienstag, 13. April 2021, 9 Uhr, über eine eigens eingerichtete Hotline an Bürgerinnen und Bürger ab 60 Jahren, unabhängig von deren Priorisierung vergeben. Und die Nachfrage war enorm: „Im Laufe des Dienstags gingen schier unglaubliche 225.493 Anrufe bei uns ein, allein zwischen 9 und 10 Uhr rund 155.000. Bis 17 Uhrkonnten wir sage und schreibe 3.206 Impftermine vergeben“, so Landrat Sailer. Dieser dann doch unerwartete Andrang hatte selbst die gut aufgestellte Telefonanlage des Landratsamtes vorübergehend außer Gefecht gesetzt.

„Nicht ins Schwächeln geraten sind jedoch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Haus, die sich kurzfristig zur Mithilfe bereit erklärt haben und sich den ganzen Tag über unermüdlich und mit beispielloser Hilfsbereitschaft für unsere Landkreisbevölkerung engagiert haben“, zeigt sich Sailer dankbar. Man habe unter Beweis gestellt, wie zuverlässig und leistungsfähig der Landkreis in dieser Krise agiere, indem in kürzester Zeit und auf unbürokratischem Wege tausenden unserer Mitmenschen zu einer baldigen Impfung verholfen wurde. Die letzten 294 Impftermine wurden am Mittwochmorgen vergeben, als die Hotline ab 9 Uhrein zweites Mal scharf geschalten wurde. Innerhalb von 20 Minuten waren alle Zeitfenster belegt. „Wir haben in den letzten beiden Tagen gemeinsam geschafft, was nach Aussagen anderer Kreisverwaltungsbehörden organisatorisch nicht zu stemmen ist. Außerdem haben uns die letzten beiden Tage gezeigt, dass das Vertrauen in das Vakzin von AstraZeneca berechtigterweise weiterhin sehr hoch ist. Solche Aktionen stimmen mich zuversichtlich und dankbar“, betont der Landrat. Die Frustration einzelner Bürgerinnen und Bürger keinen Termin erhalten zu haben, kann Sailer nachvollziehen: „Uns war von Anfang an bewusst, dass die Nachfrage viel größer sein wird als das Angebot. Deshalb haben wir im Vorfeld auch darauf hingewiesen, dass nur eine Minderheit mit einem Impftermin bedacht werden kann. Entscheidend war für uns jedoch, dass wir auf pragmatischem und unbürokratischem Wege zu weiteren Impfungen kommen – denn einzig der kontinuierliche Impffortschritt wird uns in der Corona-Pandemie voranbringen.“