Weil es im Oberallgäu keine freien Plätze für die Unterbringung von Geflüchteten mehr gibt, befürchtete die Kreisverwaltung lange, auf Turnhallen zurückgreifen zu müssen. Jetzt gibt es eine andere Lösung.

Aufgrund der weiterhin hohen Zugänge von Asylbewerbern und Geflüchteten aus der Ukraine ist inzwischen auch im Landkreis Oberallgäu die Kapazitätsgrenze erreicht. Um zu verhindern, dass Turnhallen belegt werden müssen und damit der wichtige Schul- und Vereinssport beeinträchtigt wird, errichtet der Landkreis Oberallgäu derzeit in Immenstadt ein Leichtbauzelt zur Notunterbringung von Geflüchteten.

Die Halle soll ab dem 20. März 2023 zur Nutzung bereit stehen. Geplant ist eine kurzfristige Unterbringung von neu zugewiesenen Geflüchteten bis deren Unterbringung in dezentralen Unterkünften möglich ist. Die maximale Kapazität liegt bei 120 Plätzen. Ziel ist es außerdem, das Zelt an diesem Standort nur für kurze Zeit zu nutzen.

„Ich bin froh, dass wir auch dank der Unterstützung durch die Stadt Immenstadt vorerst eine Lösung für die Unterbringung der Geflüchteten gefunden haben und diese nun rasch umsetzen können“, teilt die Oberallgäuer Landrätin Indra Baier-Müller dazu mit. „Gleichzeitig bin ich zuversichtlich, dass wir nicht an den Punkt kommen werden, die Kapazität des Zeltes voll ausschöpfen zu müssen. Landkreis und Gemeinden sind weiterhin bemüht, dezentrale Möglichkeiten zur Unterbringung zu schaffen und die Dauer des Aufenthalts von Geflüchteten in dem Leichtbauzelt auf ein Minimum zu reduzieren.“