In einem Ortsteil von Lappersdorf wurde am 29. Juli ein 69-jähriger Mann Opfer eines perfiden Callcenterbetrugs. Ein aufmerksamer Taxifahrer verhinderte Schlimmeres, indem er die Polizei informierte. Daraufhin konnte ein mutmaßlicher Geldabholer festgenommen werden. Die Kriminalpolizei Regensburg ermittelt in diesem Fall.
Vortäuschung eines tödlichen Unfalls
Der 69-Jährige erhielt am Nachmittag des 29. Juli einen Anruf von einer unbekannten Person, die sich als Polizeibeamter ausgab. Der Anrufer behauptete, die Tochter des Mannes habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht und müsse in Haft, falls keine Kaution in fünfstelliger Höhe gezahlt werde. In der Annahme, seiner Tochter helfen zu müssen, übergab der Mann daraufhin einem Unbekannten einen Koffer mit Gold im Wert von mehreren tausend Euro. Der Abholer war kurz zuvor mit einem Taxi vorgefahren.
Aufmerksamer Taxifahrer als Schlüsselfigur
Der 42-jährige polnische Staatsangehörige, der den Koffer entgegennahm, hatte sich gezielt zu dem älteren Herrn fahren lassen. Der 44-jährige Taxifahrer erkannte das mögliche Betrugsschema, unter anderem durch eine polizeiliche Präventionskampagne. Er verständigte umgehend die Polizeieinsatzzentrale. Dank der sofort eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen wurde der mutmaßliche Geldabholer noch in der Umgebung von Beamten der zivilen Einsatzgruppe Regensburg angetroffen und vorläufig festgenommen. Der Koffer samt Gold wurde sichergestellt.
Ergreifung und rechtliche Konsequenzen
Die Kriminalpolizeiinspektion Regensburg übernahm die weiteren Ermittlungen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Regensburg wurde der 42-Jährige dem Ermittlungsrichter am Amtsgericht Regensburg vorgeführt. Dieser erließ einen Untersuchungshaftbefehl. Der Beschuldigte wurde anschließend in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.


