Lauterbach gegen Wegfall der Maskenpflicht vor Herdenimmunität

Bis zum Erreichen einer Herdenimmunität fordert der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach an der Maskenpflicht festzuhalten. „Ein Risiko ist auf jeden Fall da, wenn man alles öffnet und beispielsweise 30 Prozent der Bevölkerung noch nicht geimpft sind“, sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochausgaben). „Dann sind die Kliniken wieder sehr schnell voll.“

Dts Image 14830 Ccqfcedirc 3121 800 600Schild mit der Aufschrift „Maske auf“, über dts Nachrichtenagentur

Es sei ganz klar, dass es irgendwann zur Aufhebung der Maskenpflicht kommen werde. Aber die Frage sei, bei welcher Herdenimmunität das zu verantworten sei. „Die Spielräume hängen davon ab, wie groß der Anteil der Geimpften ist. Schaffen wir es 85 Prozent der Erwachsenen zu impfen, oder schaffen wir das nicht“, sagte Lauterbach und fügte hinzu, „davon wird viel abhängen“. Wenn man die 85 Prozent nicht schaffe, „dann wird die Abschaffung der Maskenpflicht nicht funktionieren“. Hingegen würde er die Quarantänepflicht nach eigenen Worten „heute schon aufgeben“. Wer vollständig geimpft sei, „der sollte nicht in Quarantäne gehen, auch dann nicht, wenn er aus einem Virusvariantengebiet kommt“, so Lauterbach.