Lauterbach: Widerspruchslösung bei Organspende ist „einzige Chance“

Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hat die doppelte Widerspruchslösung als „die einzige Chance“ bezeichnet, die Zahl der Organspender in Deutschland zu erhöhen. „Angesichts der dramatischen Zahlen auf der Warteliste ist es den Menschen zumutbar, sich mit der Organspende auseinanderzusetzen“, schreibt Lauterbach in einem Gastbeitrag für das Nachrichtenportal T-Online. Die Widerspruchslösung entspreche ohnehin mehr dem Willen der Bevölkerung.

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84 Prozent der Deutschen stünden einer Organspende positiv gegenüber, aber nur etwa 36 Prozent hätten einen Organspendeausweis, so Lauterbach. „Das ist das Problem, das die Widerspruchslösung auflösen könnte.“ Die Widerspruchslösung werde bereits in den meisten Ländern Europas praktiziert – „von denen wir im Übrigen dankbar Organe annehmen“, schreibt Lauterbach.

Sie rücke „konsequent das Leiden der betroffenen Patienten und Organempfänger in den Vordergrund, ohne die Freiheit des Einzelnen zu missachten“. Der Bundestag stimmt am Donnerstag über eine neue Regel für Organspenden ab. Eine Parlamentariergruppe um Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat den Gesetzentwurf für eine doppelte Widerspruchslösung eingebracht. Mit ihr würde jeder automatisch als Spender gelten, der dem nicht widerspricht.