Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) will in der Debatte um Isolation und vierte Corona-Impfung hart bleiben. Bezogen auf seine jüngsten Gespräche mit Coronaexperten wie Anthony Fauci und US-Gesundheitsminister Xavier Beccera sagte Lauterbach dem Spiegel, Deutschland und die USA hätten „viele genau entgegensetzte Probleme“.

In den USA plane man eine große Impfkampagne für den Herbst und warte noch auf eine klare Zusage für die Finanzierung durch den Kongress, es gebe keine Lohnfortzahlung für Isolierte. „Bei uns ist es genau umgekehrt: Wir haben die Impfstoffe bereits bestellt, ein gutes soziales Netz und wir leisten uns aber eine Diskussion darüber – zum Beispiel durch die Kassenärztliche Bundesvereinigung – ob wir das, was wissenschaftlich gesichert ist – die vierte Impfung, Schutzmaßnahmen, Isolation – auch einsetzen werden. Die Luxusdiskussion, die wir in Deutschland führen, gibt es in den USA nicht.“ Hinter der Diskussion über die Abschaffung der Pflichtisolation, den Verzicht auf Schutzmaßnahmen oder auf eine vierte Impfung stecke die These, dass eine Infektion besser sei als eine Impfung, so Lauterbach.

FDP im Streit um Isolationspflicht gegen Lauterbach

Schließlich haben Geimpfte nach einer Erkrankung eine Schleimhautimmunität. „Das hieße übersetzt: Jetzt ist Zeit für Durchseuchung. Diese wissenschaftswidrige Position ziehe ich nicht in Erwägung.“

Foto: Karl Lauterbach, über dts Nachrichtenagentur

Lauterbach Will Bei Isolation Und Vierter Impfung Hart Bleiben