Lebensgefährlich | Augsburger Panther-Stürmer Ullmann verschluckte Zunge

Die Augsburger Panther haben am gestrigen Abend Spiel 6 im Playoff-Viertelfinale verloren. Für einen Spieler ging es dabei im wahrsten Sinne um Leben und Tod. Der Düsseldorfer Teamarzt rettet ihm das Leben.

Foto: Angelo Bischoff

Der Schock war den Augsburger Panthern am gestrigen Abend ins Gesicht geschrieben. Nicht nur die Niederlage in Spiel 6 hatte der AEV zu verarbeiten, die Gedanken kreisten auch um einen ihrer Teamkollegen. Routinier Christoph Ullmann war in der 34. Spielminute vom Düsseldorfer John Henrion derart böse gecheckt worden, dass er sofort bewusstlos zusammengebrochen war. Augsburgs Nummer 47 hatte zudem seine Zunge verschluckt. Wie die RP berichtete musste DEG-Teamarzt Ulf Blecker sie aus dem Hals holen, um den Angreifer vor dem Erstickungstod zu retten. Aufgrund der Bewusstlosigkeit bestand das Risiko, dass Ullmann bei dieser Rettungsaktion eine Querschnittslähmung erleiden könnte. Am Ende ging es gut. Der 35-jährige Angreifer konnte ohne weitere Verletzungen und selbstständig atmend ins Krankenhaus eingeliefert werden. Am Samstag befand sich der frühere Nationalspieler noch dort, er wird dem AEV einige Zeit fehlen, doch dies ist nach einem Zwischenfall wie gestern Nebensache. Das Foulspiel hätte noch viel Schlimmer enden können. Tat es aber nicht.

Nun sind seine Teamkollegen noch motivierter und wollen für ihren „Ulle“ das Entscheidungsspiel der Viertelfinalserie am morgigen Sonntag (16:30 Uhr) zu ihren Gunsten entscheiden.