Es bleibt dabei: Der FC Augsburg kann sein erstes Saisonspiel nicht gewinnen, wenn es zu Hause steigt. Gegen Werder Bremen gab es nach einem attraktiven Fußballspiel ein leistungsgerechtes 2:2 und immerhin den ersten Saisonpunkt.

Noch nie konnte der FC Augsburg zum Start einer Bundesligasaison eine Heimpartie gewinnen und auch in diesem Jahr bleibt es dabei. Bereits die Vorzeichen schienen nicht günstig zu stehen.
Mit Werder Bremen traf man auf ein Team, gegen das man in der letzten Spielzeit nichts holen konnte. Als Agu die Hanseaten früh in Führung bringen konnte, schien wieder alles in bekannte Bahnen zu laufen (12.). Wie schon in Test- und Pokalspielen zuvor hatte die Abstimmung in der Hintermannschaft nicht gepasst. Die Antwort kam dieses Mal aber umgehend. Mit einem Treffer der Kategorie „Tor des Monats“.
FCA dreht die Partie
Nach einer Ablage von Tietz nagelte Rexhbecaj die Kugel nur gut drei Minuten nach dem Rückstand aus gut 30 Metern unhaltbar ins Kreuzeck. Beide Mannschaften waren in der Folge bemüht, offensiven Fußball zu zeigen. Werder hatte mehr Spielanteile, konnte daraus aber kein Kapital schlagen. Wie es gehen kann, zeigte ihnen der FC Augsburg. Rexhbecaj rannte geradlinig mit dem Ball am Fuß bis an die gegnerische Strafraumgrenze, zwei Stationen später brachte Breithaupt das Spielgerät mustergültig zu Essende. Der aus Portugal an den Lech gewechselte Angreifer wuchtete den Ball per Kopf ins Netz. Es war sein erster Pflichtspieltreffer, der FCA hatte das Spiel gedreht (35.).
Auch nach dem Seitenwechsel hatten die Gäste etwas mehr vom Spiel. Kluge Seitenverlagerungen und ein eingespielter Offensivaufbau stellte den FCA immer wieder vor Aufgaben. Eine dieser Situationen konnte der eingewechselte Njinmah per Kopf zum 2:2-Ausgleich nützen (58.). Ein zu diesem Zeitpunkt gerechter Spielstand. Doch sollte es dabei bleiben?
Leistungsgerechtes Remis
Noch einmal meldete sich Essende. Nach einer feinen Bewegung schloss er zur vermeintlichen Führung ab, nach einem Handspiel bei der Ballannahme konnte das Tor aber nicht gegeben werden (70.). Doch auch das Team von der Weser war noch Teil dieses für einen ersten Spieltag überraschend attraktiven Spiels. Nur einen Wimpernschlag nach der Augsburger Aktion konnte Duksch sich im Alleingang gegen Labrovic versuchen, doch der neue FCA-Schlussmann blieb cool. Weil Schiedsrichter Stegmann trotz Videostudium den Schwaben nach einem Handspiel von Jung im Strafraum einen berechtigten Elfmeter verweigerte (78.) endete das Auftaktspiel leistungsgerecht wie im Vorjahr (4:4 gegen Gladbach) mit einer Punkteteilung. In der Schlussphase hatten beide Teams versucht, den ersten Zähler der Saison über die Zeit zu bringen.
Für den FC Augsburg geht es am kommenden Sonntag zum kleinen Schwabenderby nach Heidenheim. Mit der Unterstützung der Augsburger Schlachtenbummler die nächste Chance auf den ersten Saisondreier.
FC Augsburg: Labrovic – Pedersen, Gouweleeuw, Schlotterbeck, Giannoulis (80. Wolf) – Breithaupt (59. Jensen), Rexhbecaj, Maier (59. Dorsch), Engels (80. Monie) – Essende, Tietz (66. Bauer)
SV Werder Bremen: Zetterer – Stark (46. Jung), Friedl, Veljkovic – Weiser, Lynen, Agu , Schmid, Stage – Topp (46. Njinmah), Ducksch (81. Grüll)
Tore: 0:1 Agu (12.), 1:1 Rexhbecaj (16.), 2:1 Essende (35.), 2:2 Njinmah (58.)
Gelbe Karten: Engels, Essende, Gouweleeuw | Grüll
Schiedsrichter: Sascha Stegemann (Niederkassel)
Zuschauer: 30.660 (ausverkauft)

