Lindner sieht FDP im neuen Jahrzehnt als Teil der Bundesregierung

Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner geht davon aus, dass seine Partei im neuen Jahrzehnt dauerhaft Teil der Bundesregierung sein wird. „Ich sehe die FDP am Ende des neuen Jahrzehnts als Regierungspartei im Bund“, sagte Lindner den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitagsausgaben). Bestenfalls sei die FDP „dann schon seit 2021 in der Bundesregierung“.

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Mit der FDP in Regierungsverantwortung seien dann womöglich auch schon wichtige Probleme gelöst – etwa bei der Digitalisierung, der Steuerung der Migration und der Reform des Bildungsföderalismus, so der FDP-Chef weiter. Mit Blick auf die Bürgerschaftswahl in Hamburg im Februar 2020 regte Lindner die Bildung einer sogenannten Deutschland-Koalition aus SPD, CDU und FDP an. Es sei nicht ausgeschlossen, dass die Grünen stärker würden als die SPD, die Sozialdemokraten dann aber kein Bündnis unter grüner Führung anstrebten. „Dann würden die Karten neu gemischt bis hin zu einer Deutschland-Koalition“, so der FDP-Politiker. Die bürgerliche Mitte sei in Hamburg sehr groß und damit auch das Potential für die FDP. „Beim Ergebnis ist alles bis hin zur Zweistelligkeit drin“, sagte Lindner. Sein Wunsch sei es „dass die FDP eine Rolle bei der Regierungsbildung“ spiele.

Der FDP-Vorsitzende bekräftigte seinen Willen, neue Wählergruppen für die Liberalen zu erschließen: „Die FDP muss die Partei der Aufsteiger sein – gerade auch derjenigen, die das bislang vergeblich versuchen“, sagte Lindner den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Viele SPD-Wähler etwa fühlten sich nach dem Wechsel an der Parteispitze heimatlos. „Wir müssen den fleißigen, gut ausgebildeten Facharbeitern ein Angebot machen: Kommt zu uns! Viele von ihnen sind vielleicht noch nie auf die Idee gekommen, FDP zu wählen“, so der FDP-Chef.