Linke verlangt Begründungspflicht bei Ablehnung von Homeoffice

Der Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag, Dietmar Bartsch, hat die Bundesregierung aufgerufen, den Umgang mit Homeoffice durch Unternehmen stärker zu regulieren. „Wir brauchen einen grundsätzlichen Rechtsanspruch auf Homeoffice während des Lockdowns und eine Begründungspflicht des Arbeitgebers, wenn Homeoffice nicht möglich sein sollte“, sagte Bartsch dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Dienstagsausgaben). „Es ist ein Fehler der Pandemiebekämpfung, dass es keine klaren Regeln für das Arbeitsleben im Lockdown gibt. Die Bundesregierung muss hier handeln und regulieren.“

Linke Verlangt Begruendungspflicht Bei Ablehnung Von HomeofficeComputer-Nutzerin, über dts Nachrichtenagentur

Es könne nicht sein, dass die Entscheidung allein beim Arbeitgeber liege. Im Vergleich zum Frühjahr seien weniger Menschen im Homeoffice, viele Großraumbüros seien voll, sagte der Linksfraktionschef dem RND. „Die Linksfraktion unterstützt den Vorstoß des DGB-Chefs“, so Bartsch.

Der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Reiner Hoffmann, hatte zuvor erneut den Rechtsanspruch aufs Homeoffice gefordert. Sowohl Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) als auch CSU-Chef Markus Söder kündigten am Montag Gespräche mit Unternehmen an, um mehr Möglichkeiten für Beschäftigte zu erreichen, von zu Hause zu arbeiten. Die Wirtschaft weist Forderungen nach einer Homeoffice-Pflicht jedoch zurück.