Änderung der Corona-Regeln kann zu einem normaleren Stadionbesuch führen

Bayerns Innen- und Sportminister Joachim Herrmann hat den Beschluss des Ministerrats zur weiteren Lockerung der Corona-Regeln begrüßt.

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Noch ist keine Entscheidung gefallen, wie es beim FCA weitergeht. 3G, 3G plus…Foto: Sebastian Pfister

„Ich freue mich nicht nur auf volle Stadien, sondern auch über einen großen Schritt in Richtung Normalität“, sagte Herrmann. Veranstalter können in allen Sportstätten ab 6. Oktober entscheiden, ob sie nur Geimpfte und Genesene sowie Schulkinder unter zwölf Jahren einlassen (2G). Dann können Sie auch die Maskenpflicht und das Gebot des Mindestabstands sowie die Personenobergrenze aufheben. Auch das Alkoholverbot bei Sportveranstaltungen mit mehr als 1.000 Personen ist dann aufgehoben. Möglich sind die Lockerungen auch, wenn Veranstalter darüber hinaus Getestete mit PCR-Nachweis einlassen (3G plus). Auch Schülerinnen und Schüler älter als zwölf Jahre können dann ins Stadion, weil diese ohnehin regelmäßig getestet werden.

Zwar sei kein Veranstalter dazu gezwungen, dann gelte aber nach wie vor die Personenobergrenze je nach Stadiongröße, das Alkoholverbot bei größeren Veranstaltungen sowie die Abstands- und Maskenpflicht. „Es gibt hier keinen staatlichen Zwang.“ Herrmann appellierte dennoch an alle Nichtgeimpften, die ein Stadion besuchen wollen: „Lassen Sie sich impfen und genießen Sie die wiedergewonnene Freiheit.“

Voraussetzung für den Einlass zu einer Sportveranstaltung nach den gelockerten Regeln sind strenge Zugangskontrollen durch den Veranstalter. Es müsse sichergestellt sein, dass der Eintritt in eine Sportstätte nicht unkontrolliert möglich ist. Bei den Kontrollen muss die Identität der Besucher mit Impf-Zertifikat oder Nachweis einer Genesung (2G) oder PCR-Testnachweis (3G) festgestellt werden. Herrmann kündigte an: „Wir werden das engmaschig kontrollieren. Fehlende Nachweise können mit einem Bußgeld geahndet werden.“

Herrmann ist sich aber sicher, dass die Sportveranstalter verantwortungsbewusst mit den neuen Freiheiten umgehen: „Die Erfahrungen aus den Lockdowns haben uns gezeigt, dass nahezu alle Veranstalter klug und verantwortungsvoll mit den Regeln umgehen. Ich bin sehr zuversichtlich, dass dem Zuschauervergnügen wie in früheren Jahren nichts mehr entgegensteht.“

Viele Clubs haben Entscheidung getroffen

Die Mehrzahl der bayerischen Fußball-Bundesligisten hat bereits eine Entscheidung zu 3G Plus getroffen. Neben dem FC Bayern hofft auch Fürth auf ein volles Stadion. Während man auch in Nürnberg sehr wahrscheinlich die neue Option umsetzen wird, verzichtet Ingolstadt vorerst darauf. Beim FC Augsburg hat man noch keine Entscheidung getroffen. Wie ein Vereinssprecher auf Presse Augsburg-Anfrage mitteilte, liegt dem Club die Verordnung noch nicht vor. „Deshalb bitten wir um Verständnis, dass wir hierzu noch keine Entscheidung getroffen haben, sondern dies intern prüfen und bewerten, sobald alle nötigen Informationen vorliegen.“

Nur ein paar Kilometer stadteinwärts ist zumindest klar, dass der Eishockeyclub Augsburger Panther vorerst bei der bekannten 3G-Regel bleiben wird (siehe eigener Beitrag). Auch hier gibt es innerhalb der DEL eine unterschiedliche Herangehensweise. Straubing beispielsweise wird ab sofort auf 3G plus umstellen.