Nach drei Erfolgen der Löwen Frankfurt in der Finalserie waren die Ravensburg Towerstars zum Siegen verdammt.

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Foto: KIM ENDERLE

Die Hausherren starteten auch gut in die Partie und verbuchten einige Möglichkeiten, aber sie brachten den Puck nicht im Tor unter. In der zehnten Minute folgten die ersten Strafen. Ravensburgs Denis Pfaffengut und Frankfurts Adam Mitchell pausierten nach übertriebener Härte – ein Tor fiel aber nicht. Die Hessen kamen auch zu ein paar Chancen, konnten diese aber nicht nutzen. Es lief die 17. Minute, als Towerstar Sam Herr eine Matchstrafe nach einem Slow-footing kassierte. Bei den Hessen bekam Carson McMillan eine kleine Strafe wegen Behinderung. Die Towerstars hatten weiterhin Chancen zur Führung, konnten aber den Puck nicht einnetzen. Die Partie nahm an Intensität zu und es folgten weitere Strafzeiten auf beiden Seiten. Kurz vor der Pausensirene gab es noch eine Torgelegenheit für die Mainstädter, aber die Teams verabschiedeten sich torlos in die erste Pause.

Im Mittelabschnitt hatten beide Mannschaften ihre Möglichkeiten. Mit zunehmender Spieldauer drängten die Gastgeber auf den ersten Treffer – aber ohne Erfolg. In der 31. Minute kassierte Maximilian Faber eine Strafe aufgrund einer Behinderung. Die Oberschwaben hatten gute Chancen, doch sie konnten den Puck nicht im Tor von Jake Hildebrand unterbringen. Die Löwen waren gerade komplett, da gingen die Ravensburger durch den Treffer von David Zucker (33.) in Front. Wenig später folgte die nächste Strafe und Kyle Sonnenburg musste wegen Haltens auf der Gäste-Strafbank Platz nehmen. Die Hessen überstanden das Unterzahlspiel aber ohne Gegentreffer. Nach einem hohen Stock von Ravensburgs James Bettauer, den die Hauptschiedsrichter sich im Videobeweis anschauten, gab es eine Zwei-plus-Zwei-Strafe. In Überzahl traf Faber (40.) zum 1:1-Pausenstand.

Zu Beginn des dritten Spielabschnitts agierten die Gäste noch mit einem Mann mehr, konnten aber daraus kein Kapital schlagen. Kurz darauf musste Löwe Pierre Preto wegen Hakens pausieren, aber auch jetzt sollte kein Tor fallen. Die Hausherren hatten wenig später die Chance zur Führung, doch der Puck knallte an das Torgehäuse. Es lief die 55. Minute, als die Gäste jubelten. Es war Reid McNeill, der die Frankfurter in Front brachte. Die Towerstars versuchten den Ausgleich zu erzielen, aber sie brachten die Scheibe nicht im Tor unter. Somit sicherten sich die Löwen den 2:1-Erfolg und den vierten Sieg in der Serie. Damit sind die Frankfurter DEL2-Meister und sportlicher Aufsteiger in die PENNY DEL. Mit drei Sweeps in den Playoffs ist den Hessen etwas Besonderes gelungen. Zuletzt gelang dies Wolfsburg in der Saison 2006/2007. Wobei das Halbfinale und Finale in einer Best-of-Five-Serie durchgeführt wurde.