Ludwig-Feigl-Weg in Haunstetten eingeweiht

Der Stadtrat beschloss in seiner September-Sitzung, dass der Alraunenweg im Stadtteil Haunstetten zukünftig Ludwig-Feigl-Weg heißen wird. Nun erfolgte die Einweihung mit Oberbürgermeisterin Eva Weber und der Kulturkreis-Vorsitzenden Jutta Goßner.

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Oberbürgermeisterin Eva Weber und Kulturkreis-Vorsitzende Jutta Goßner enthüllen das Straßenschild „Ludwig-Feigl-Weg“ Foto: Michael Hochgemuth / Stadt Augsburg

Der Kulturkreis Haunstetten hatte vorgeschlagen, dass dieser viel begangene Fußweg nahe dem ehemaligen Haunstetter Rathaus an Ludwig Feigl (1927 bis 2005) erinnern soll. Feigl wirkte als Haunstetter Heimatforscher, Lokalreporter, Verwaltungsbeamter, Feuerwehrkommandant und Stadtrat. Er gilt als herausragender Beobachter und Bewahrer der Haunstetter Ortsgeschichte. So initiierte Ludwig Feigl den Kulturkreis Haunstetten e.V. mit seinem ortsgeschichtlichen Archiv. Dieser Verein, der heuer sein 30-jähriges Jubiläum feiern kann, ist aus dem Haunstetter Stadtteilgeschehen nicht mehr wegzudenken. Er sorgte dafür, dass die bis 1972 selbstständige Stadt Haunstetten mit ihrer ereignisreichen Geschichte keine „Schlafstadt“ wurde.

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Foto: Michael Hochgemuth / Stadt Augsburg

Der Kulturkreis ist der wichtigste Akteur im kulturellen Leben von Haunstetten mit Vorträgen, Konzerten, Kunstausstellungen, Führungen, einem Literaturkreis und ähnlichem. Das ortsgeschichtliche Archiv des Kulturkreises bewahrt und erforscht die Haunstetter Vergangenheit und bietet Interessierten aus nah und fern Informationen über vielfältige Themen.

Der bisherige Alraunenweg hieß ursprünglich Apothekergäßchen nach einer kleinen Apotheke, die einst in der Haunstetter Poststelle an der Tattenbachstraße eingerichtet war. Nach der Eingemeindung von Haunstetten im Jahr 1972 erfolgte die Umbenennung nach der antiken Zauberpflanze Alraune. Man gab damals dem gleichlautenden, historisch bedeutsameren Straßennamen Apothekergäßchen in der Innenstadt den Vorrang. Die Bezeichnung Alraunenweg, ohne einen Bezug zum Stadtteil, stieß insbesondere bei alteingesessenen Haunstettern auf Unverständnis. Auch war schon von etlichen Bürgern eine Straßenbenennung nach Ludwig Feigl angeregt worden.