Die Räumung des von Klimaaktivisten besetzten Dorfes Lützerath am Braunkohle-Tagebau Garzweiler hat begonnen. Die Polizei durchbrach am Mittwochmorgen die ersten Menschenketten.

Zuvor hatten die Beamten die Ortslage umstellt. Wie lange die Räumung dauern wird, war zunächst unklar. Die Polizei ist nach eigenen Angaben auf einen möglicherweise mehrwöchigen Einsatz vorbereitet. Polizeipräsident Dirk Weinspach hatte im Vorfeld von einem „schwierigen, herausfordernden Einsatz mit erheblichen Risiken“ gesprochen.

Kurz nach der Räumung warfen die Protestler unter anderem Steine in Richtung der Polizisten. Auch einige Böller wurden gezündet. Hinzu kommen andere Protestformen wie Sitzblockaden. Einige Aktivisten haben sich festgeklebt.

Eine Eskalation blieb in den ersten Minuten des Einsatzes aus. Der Energieversorgungskonzern RWE plant, Lützerath vollständig abzureißen, um den Tagebau Garzweiler auszudehnen. Die Umsiedlung des Ortes begann 2006 und wurde im Oktober 2022 endgültig abgeschlossen. Gegen den Abriss des Dorfes und die Abbaggerung des Gebietes regt sich bis heute Widerstand.

 

Foto: Polizeiwagen, über dts Nachrichtenagentur

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