Luftverkehrswirtschaft kritisiert Ausweitung der Verdi-Streiks

Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) hat die Ausweitung der von der Gewerkschaft Verdi angekündigten Flughafenstreiks scharf kritisiert. „Mit dem nun angekündigten großflächigen und erneut ganztägigen Streik an mehreren Flughäfen wird das Instrument des Warnstreiks ad absurdum geführt“, sagte BDL-Hauptgeschäftsführer Matthias von Randow am Sonntag. „Das ist kein Warnstreik mehr, das ist völlig unverhältnismäßig.“

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Zudem konterkariere das die Anstrengungen von Bund und Ländern, „die mangelnde Effizienz der Luftsicherheitskontrollen in Deutschland deutlich zu verbessern“. Auch der Flughafenverband ADV verurteilte die Streiks des Sicherheitspersonals. „Es ist unverantwortlich von Verdi, die Streiks bis zum Exzess auszudehnen“, sagte ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel.

„Am Dienstag werden gleich sechs deutsche Flughäfen betroffen sein. Jede Dimension eines Warnstreiks wird gesprengt.“ Etwa 180.000 Passagiere würden von Flugstreichungen und Verspätungen betroffen sein, so Beisel weiter. „Weitere zehntausend Passagiere kommen an den Flughäfen hinzu, von denen keine Flüge zu den bestreikten Flughäfen rausgehen können.“

Der ADV-Hauptgeschäftsführer kritisierte, dass die Flughäfen als Schauplatz „in einem Arbeitskampf missbraucht“ würden, bei dem sie noch nicht einmal Tarifpartei seien. Nach den Streiks an den drei großen Flughäfen Düsseldorf, Stuttgart und Köln am Donnerstag hatte die Gewerkschaft zuletzt für Dienstag zu neuen Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Betroffen sind die Flughäfen Frankfurt am Main, Erfurt, Dresden, Leipzig/Halle, Bremen und Hannover.