Maas will eigene Rolle für EU im Nahen und Mittleren Osten

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) fordert, dass die Europäische Union im Nahen und Mittleren Osten eine eigene Rolle finden müsse. „Wir müssen uns in Europa dringend darüber unterhalten, was unsere Rolle im Nahen und Mittleren Osten ist, aber auch in Afrika, in Libyen, in der Sahel-Zone“, sagte Maas in der Sendung „Frühstart“ der RTL/n-tv-Redaktion. Es gebe „überall auf der Welt viele Aufgaben“ und es gebe „große Erwartungen an die Europäer. Wir müssen klären: wo sind unsere Schwerpunkte, wo liegen unsere Prioritäten“, so der SPD-Politiker weiter.

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Der Forderung von US-Präsident Donald Trump nach mehr Engagement der NATO in der Region erteilte er eine Absage. „Ich glaube, dass die NATO im Nahen und Mittleren Osten nicht die richtige Institution ist“, so der Außenminister.

Die EU habe „im Gegensatz zur NATO den Vorteil“, dass man „militärisches, sicherheitspolitisches Engagement immer koppeln“ könne mit „zivilem Engagement, Wiederaufbauhilfe, Stabilisierung“. Dass Europa mit einer Stimme spreche, sei die „Voraussetzung dafür, dass wir überhaupt ernst genommen werden in der Welt“, sagte Maas in der Sendung „Frühstart“ der RTL/n-tv-Redaktion.